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Betrunkener gibt Polizei von sich aus Autoschlüssel | BR24

© BR/Fabian Stoffers

Eine Polizistin hält während einer Fahrzeug- und Personenkontrolle ein Alkoholmessgerät in der Hand.

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    Betrunkener gibt Polizei von sich aus Autoschlüssel

    Er sei Alkoholiker, habe wieder zu viel getrunken und habe Angst, dass er sich trotzdem noch hinters Steuer setze - mit dieser Begründung hat in der Nacht zum Mittwoch ein Mann in München von sich aus Polizeibeamten seinen Autoschlüssel übergeben.

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    Seinen Führerschein darf der Mann aus München jetzt behalten. Denn er hat sich in der Nacht selbst einer Polizeistreife gestellt und aus eigener Initiative seinen Autoschlüssel übergeben. Er wolle sich, so erklärte er, selbst vor einer Trunkenheitsfahrt und einer möglichen Strafe zu schützen.

    Er würde sich sonst Nachschub bei der Tankstelle holen

    Der 54-jährige Münchner hatte kurz vor ein Uhr eine zufällig vorbeikommende Streife angehalten. Vor den Beamten der Polizeiinspektion Pasing-Obermenzing outete er sich als Alkoholiker. Er habe am Abend schon ausreichend getrunken, erklärte er den Beamten und kenne sich gut genug. Deshalb habe er Angst, dass er mit dem Auto Nachschub bei einer Tankstelle hole.

    Freiwilliger Alkotest bewahrt vor Strafe

    Bevor er sich also womöglich doch ans Steuer setze, wolle er lieber seinen Autoschlüssel den Beamten geben. Bei einem freiwilligen Atemalkoholtest stellte sich dann heraus, dass der 54-Jährige mit dieser Entscheidung gut beraten war: Das Gerät zeigte nämlich knapp zwei Promille an.

    Seinen Führerschein darf der Mann behalten

    Hätte er sich in diesem Zustand ans Steuer gesetzt, wäre das eine Straftat gewesen. So aber darf sich der Mann seine Autoschlüssel nach seiner Ausnüchterung wieder in der Dienststelle in Pasing abholen.

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