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Betrunkene Frauen randalieren im Flugzeug über München | BR24

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Ein Pilot hat den Landeanflug auf den Münchner Flughafen abgebrochen, weil zwei betrunkene Frauen randaliert hatten: sie hatten eine Schwerbehinderte mit Sachen beworfen. Erst als die Zwillingsschwestern überwältigt waren, landete der Flieger.

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Betrunkene Frauen randalieren im Flugzeug über München

Wegen zwei betrunkener Frauen hat ein Pilot den Landeanflug auf den Münchner Flughafen abgebrochen. Die beiden Schwestern randalierten und bewarfen eine Schwerbehinderte mit Gegenständen. Erst als die Frauen überwältigt waren, landete der Flieger.

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Zwei sichtlich betrunkene Schwestern sollen bei einem Flug von der Türkei nach München eine hinter ihnen sitzende schwerbehinderte Frau mit Besteck beworfen und verbal bedroht haben.

Junge Frauen fühlen sich von Schwerbehinderter belästigt

Zu den Attacken kam es laut Münchner Polizei am Mittwochabend kurz vor Ankunft des Fliegers in München um 20 Uhr. Zwei Schwestern aus Innsbruck, beide Mitte 20, fühlten sich von einer schwerbehinderten Passagierin, die in der Reihe hinter ihnen saß, belästigt. Sie bedrohten die 55-Jährige und ihre 52-jährige Betreuerin mit Worten. Außerdem bewarfen sie die beiden mit Besteck und einem Mobiltelefon.

Pilot bricht Landeanflug ab

Der Pilot brach wegen der Unruhe an Bord den Anflug aus Sicherheitsgründen ab, startete durch und drehte zwei ungeplante Schleifen über dem Flughafen. Erst als das Kabinenpersonal die beiden Angreiferinnen überwältigt hatte, setzte er die Maschine auf den Boden. Am Airport wurden die beiden Frauen bereits von mehreren Streifen erwartet. Bei der Festnahme leisteten die Schwestern laut Polizei erheblichen Widerstand, ein Beamter wurde leicht verletzt.

Gefährlicher Eingriff in den Flugverkehr

Eine angeordnete Blutentnahme soll klären, inwieweit die Randaliererinnen Alkohol oder andere Rauschmittel zu sich genommen hatten. Auf die 26- und 27-jährigen Österreicherinnen kommen mehrere Verfahren zu: wegen Körperverletzungen, tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte und Gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Möglicherweise müssen sie in Untersuchungshaft, darüber entscheidet ein Ermittlungsrichter. Das 55-jährige schwerbehinderte Opfer und die Betreuerin, die beide aus Neusäß im Landkreis Augsburg kommen, blieben körperlich unverletzt.

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