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Betrunkene auf E-Scootern – Verfolgungsjagd mit Polizei | BR24

© dpa-Bildfunk/Christoph Soeder

Ein Mann fährt mit einem E-Scooter

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Betrunkene auf E-Scootern – Verfolgungsjagd mit Polizei

Auch für Fahrer von E-Scootern gelten die Regeln der Straßenverkehrsordnung und damit die Promillegrenzen. Die Münchner Polizei hat vier betrunkene E-Tretroller-Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Mit einem lieferte sie sich sogar eine Verfolgungsjagd.

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Sich betrunken im Überschwang einen E-Scooter vom Straßenrand zu mieten ist eine schlechte Idee. So müssen in München vier betrunkene E-Scooter-Fahrer um ihre Führerscheine bangen.

Fall 1: Zu zweit und nicht nüchtern auf dem Roller

Wie die Münchner Polizei berichtet, bemerkte eine Polizeistreife frühmorgens in der Altstadt zwei Männer, die gemeinsam auf einem gemieteten Elektro-Tretroller unterwegs waren. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die 20 und 23 Jahre alten Männer stark alkoholisiert waren - einer der beiden hatte einen Atemalkoholwert von 2,2 Promille. Weil beide auf dem Roller stehend gelenkt hatten, wurden auch beide als Fahrzeugführer erfasst. Beiden droht jetzt der Entzug der Fahrerlaubnis.

"Bei gemieteten E-Scootern gelten dieselben Promille-Grenzen wie beim Autofahren", so ein Polizeisprecher. Deshalb könnte es passieren, dass die beiden Männer ihre Führerscheine abgeben müssen.

Fall 2: Versuchte Flucht mit dem Scooter

Dasselbe gilt für ein Brüderpaar, dass ebenfalls frühmorgens im Stadtteil Haidhausen auf zwei Miet-Tretrollern kontrolliert werden sollte. Einer der Männer hielt an, der andere versuchte, mit dem Gefährt zu flüchten. Der Polizei konnte ihn aber nach kurzer Verfolgung stoppen. Die Brüder wiesen ebenfalls Promillewerte auf.

Promillegrenzen gelten auch auf dem Roller

In diesem Zusammenhang weist die Münchner Polizei darauf hin, dass E-Scooter nur durch eine Person genutzt werden dürfen. Für das Fahren unter Alkoholeinfluss gelten die gleichen Grenzen wie bei Kraftfahrzeugen: Wer einen E-Scooter mit mehr als 0,5 Promille führt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wer mit mehr als 1,1 Promille unterwegs ist, begeht eine Straftat. Sollte man in Folge des Alkohols nicht fahrtüchtig sein (und zum Beispiel Schlangenlinien fahren), ist es sogar möglich, dass man ab 0,3 Promille eine Anzeige erhält.

© picture alliance/Nicolas Armer/dpa

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