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Betrugsvorwurf: Prozess gegen Ex-Weltklassefechter in Würzburg | BR24

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Elmar Borrmann, Fecht-Olympiasieger und -Weltmeister aus dem Fechtzentrum in Tauberbischofsheim, steht heute vor dem Landgericht Würzburg. Er soll Anleger um knapp elf Millionen Euro betrogen haben.

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Betrugsvorwurf: Prozess gegen Ex-Weltklassefechter in Würzburg

Elmar Borrmann, Fecht-Olympiasieger und –Weltmeister aus dem Fechtzentrum in Tauberbischofsheim, steht heute vor dem Landgericht Würzburg. Er soll Anleger um knapp elf Millionen Euro betrogen haben.

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Bei dem Prozess geht es um Elmar Borrmanns frühere Firma Capital Sachwert Alliance. Der ehemalige Fechter hat die Fondsgesellschaft mit Sitz im Mainfrankenpark in Dettelbach fünf Jahre lang geleitet. In dieser Firma konnten sich Privatanleger als Geldanlage oder zur Altersvorsorge als stille Beteiligte einkaufen. Das Geld wurde in regelmäßigen Raten bezahlt und diese Mittel waren irgendwann verschwunden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem prominenten Geschäftsmann vor, die Anleger bewusst hintergangen zu haben.

Gut gelaunter Angeklagter

Borrmann kam perfekt gestylt und gut gelaunt in den Gerichtssaal und hat vor Beginn mit den anwesenden Journalisten gescherzt. Zum Auftakt des Verfahrens hat er sich ausführlich zu den Vorwürfen geäußert. Er wies auf die Seriosität seiner Firmen und seiner Mitarbeiter hin, dass sie immer gemeinsam alle Entscheidungen getroffen hätten, nie er alleine und dass er sich selbst schlecht beraten fühlt.

© Wolfram Hanke / BR-Mainfranken

Elmar Borrmann, Fecht-Olympiasieger und -Weltmeister aus dem Fechtzentrum in Tauberbischofsheim, steht heute vor dem Landgericht Würzburg. Er soll Anleger um knapp elf Millionen Euro betrogen haben.

Kein Schuldeingeständnis

Von einem Schuldeingeständnis war aber nicht die Rede. Stattdessen hat er es nicht versäumt, weiteren Schmutz auf seinen Nachfolger zu werfen, an den er die Fondsgesellschaft 2009 verkauft hatte. Der ist schon vor drei Jahren zu zehneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Borrmann selbst ist damals als Zeuge im Prozess aufgetreten. Der Ausgang des Prozesses ist völlig unklar: Vom Freispruch über Bewährung bis zur langjährigen Haftstrafe ist alles möglich.

Fünf Verhandlungstage

Das Gericht hat jetzt fünf Verhandlungstage Zeit, zu klären, ob sich der Ex-Fechter des Betrugs in besonders schwerem Fall schuldig gemacht hat, ob die vorgeworfene Untreue nicht schon verjährt ist und ob Elmar Borrmann wirklich den Anlegern bewusst Details zur Entwicklung ihrer Geldanlagen verschwiegen hat, damit sie weiter ihre Raten bezahlen. So sieht es jedenfalls die Staatsanwaltschaft.

Geschädigte haben den ersten Prozesstag überraschenderweise nicht verfolgt. Denn der Schiffbruch der Capital Sachwert Alliance hat einige Privatanleger in den Ruin gestürzt und der Angeklagte hat fünf Jahre lang das Investment-Unternehmen als Vorstand geleitet.