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Betrugsversuch mit Überweisungsträger | BR24

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Unbekannte haben dreimal versucht, knapp 9.000 Euro vom Konto des TSV Wörth an der Donau nach Frankreich zu transferieren - mit gefälschten Überweisungsträgern.

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Betrugsversuch mit Überweisungsträger

Unbekannte haben dreimal versucht, knapp 9.000 Euro vom Konto des TSV Wörth an der Donau nach Frankreich zu transferieren - mit gefälschten Überweisungsträgern. Eine Überweisung konnte rückgängig gemacht werden, zweimal passten Bankmitarbeiter auf.

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Von
  • Bernd Kellermann
  • Guido Fromm

Gleich dreimal haben unbekannte Täter in diesem Jahr versucht, den TSV Wörth an der Donau im Landkreis Regensburg um knapp 9.000 Euro zu bringen. In allen Fällen sollte das Geld nach Frankreich gehen.

Gefälschte Unterschrift des Vorsitzenden

Nach Angaben des Ersten Vorsitzende des TSV Wörth, Ekkehard Hollschwandner, war zum ersten Mal Anfang April eine Überweisung von knapp 9.000 Euro in den Briefkasten der Raiffeisenbank Falkenstein-Wörth eingeworfen worden. Darauf sei seine Unterschrift gefälscht gewesen, die Bank habe die Überweisung routinemäßig ausgeführt. Allerdings habe Vereinskassier Markus Weinzierl, der normalerweise nur Online-Banking macht, die sonderbare Überweisung bemerkt, die Bank alarmiert und damit das Geld zurückbekommen.

Aufmerksame Bankmitarbeiter verhindern Überweisungen

Danach sei noch zweimal versucht worden, Überweisungen von jeweils knapp 9.000 Euro nach Frankreich vorzunehmen. In diesen Fällen wurden die Überweisungen mit gefälschten Unterschriften per Post an die Bank geschickt. Das sei aber von aufmerksamen Bankmitarbeitern gestoppt worden, die wegen der Papierform stutzig wurden und die Überweisungen gar nicht erst ausführten.

Betrugsmasche taucht immer wieder auf

Hollschwandner, ein gelernter Finanzbeamter, sagte dem BR: "Das Internet ist im Moment voll mit Hinweisen auf diese Masche. Offenbar verwenden Betrüger wegen des Lockdowns derzeit ihre kriminelle Energie in dieser Form." Der TSV Wörth hat Anzeige erstattet, die Ermittlungen der Kriminalpolizei haben bisher aber kein Ergebnis gebracht.

Die Masche ist tatsächlich nicht neu: Anfang des Jahres gab es mehrere Fälle dieser Art in der Oberpfalz, die aber fast alle rechtzeitig aufflogen. Fast immer ging es um Überweisungen zu Lasten von Vereinen. Und 2018 war Niederbayern betroffen: Unter anderem wurde damals das Landratsamt Dingolfing-Landau Opfer eines Betrugs mit einem gefälschten Überweisungsträger.

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