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Betrug am Telefon: Anrufe von falschen Polizisten häufen sich | BR24

© pa / dpa / Julian Stratenschulte

Ein Mann mit einem Telefon in der Hand (Symbolbild).

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Betrug am Telefon: Anrufe von falschen Polizisten häufen sich

Sie geben sich am Telefon als Polizisten aus und fordern von ihren Opfern Geld und Wertgegenstände. Laut der Münchner Polizei häufen sich solche Anrufe massiv. Sie hat jetzt den Mitschnitt eines solchen Anrufs veröffentlicht – zur Vorbeugung.

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Neben der Münchner Polizei registrieren auch die Kollegen in Oberbayern Süd in den letzten Tagen und Stunden vermehrt Anrufe von Trickbetrügern.

Sie geben sich am Telefon entweder als Polizisten oder als Enkel aus und drängen die Angerufenen dazu, Geld sowie Wertgegenstände auszuhändigen.

Polizei veröffentlicht Mitschnitt eines Anruf

Wie hört es sich ein, wenn ein falscher Polizist anruft? Das Polizeipräsidium München hat den Mitschnitt eines solchen Anrufs veröffentlicht. Opfer ist eine Frau, der der Anrufer mithilfe einer Komplizin weißmachen kann, dass sie tatsächlich mit der Polizei spricht:

© BR

Das Polizeipräsidium München hat den Mitschnitt eines solchen Anrufs veröffentlicht. Opfer ist eine Frau, der der Anrufer mithilfe einer Komplizin weißmachen kann, dass sie tatsächlich mit der Polizei spricht.

Betrüger setzen am Telefon auf Polizei- oder Enkeltrick

Bei der Polizei-Variante wird häufig als Vorwand genannt, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei und die Polizei weitere Raubüberfälle verhindern will. Unter hohem Zeitdruck werden die Angerufenen bedrängt, ihre Wertsachen bei einem Treffen einem Abholer zu übergeben.

Bei der Enkel-Variante steckt ein angeblicher Verwandter in akuten Geldnöten und der Anrufer soll finanziell helfen.

300 Fälle von falschen Polizisten gemeldet

Seit dem vergangenen Wochenende sind allein der Münchner Polizei rund 300 Fälle von falschen Polizeibeamten angezeigt worden. Auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd beobachtet aktuell viele betrügerische Anrufe in beiden Varianten, vor allem in Rosenheim und im Landkreis Weilheim-Schongau.

Die Polizei warnt deshalb noch einmal davor, gegenüber Fremden niemals Angaben zu Wertsachen oder Bargeld zu machen und keine persönlichen Daten preiszugeben.

Im Display der Opfer erscheint häufig die 110, Beamte würden aber selbst nicht von dieser Nummer aus anrufen. Bei Verdacht sollen Angerufene auflegen und selbst die Nummer 110 wählen.

Twitter-Appell der Münchner Polizei

Zudem fordert die Polizei bei Twitter auf, Verwandte, Freunde und Kollegen über die Masche zu informieren, um es den Trickbetrügern schwerer zu machen.

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Autor
  • Frank Jordan
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