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Betrügerischer Schlüsseldienst - Polizei nimmt zwei Täter fest | BR24

© picture alliance / dpa Themendienst/ Christin Klose

Eine Frau schließt die Haustüre, in der der Schlüssel steckt

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    Betrügerischer Schlüsseldienst - Polizei nimmt zwei Täter fest

    Betrügerische Schlüsseldienste treiben in Oberbayern ihr Unwesen: Die Türöffner nutzen die Notsituation von Ausgesperrten aus und verlangen viel zu hohe Preise. In Icking konnte die Polizei jetzt zwei solche Schlüsseldienstbetrüger festnehmen.

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    Sie waren in ganz Bayern aktiv und konnten in Icking festgenommen werden, als sie eine 47-jährige Frau abzocken wollten. 530 Euro wollten die beiden Männer für die Türöffnung haben - normal sind laut Verbraucherzentrale an Werktagen tagsüber durchschnittlich 70 Euro.

    In Hausschuhen und ohne Jacke ausgesperrt

    Der 47-jährigen Ickingerin war bei Minustemperaturen die Tür ins Schloss gefallen. Sie stand ohne Jacke in Hausschuhen vor der verschlossenen Tür. Nachdem der örtliche Schlüsseldienst verhindert war, suchte sie In ihrer Not übers Handy einen weiteren Schlüsseldienst. Der überregionale Anbieter mit Sitz in Essen verspricht auf der Webseite eine Türöffnung für 179 Euro Festpreis.

    Schlüsseldienst verlangt Horror-Preis

    Wenig später kamen dann Mitarbeiter des Schlüsseldienstes und sicherten die Öffnung für den genannten Preis zu. Kaum war die Tür offen verlangten sie den dreifachen Betrag. Da die Frau den Betrag von über 500 Euro nicht bar bezahlen konnte, vereinbarten sie am Tag darauf einen Abholtermin für das Geld.

    Polizei: Regionale Firmen sind die beste Wahl

    Als die beiden tags drauf kamen, klickten dann aber die Handschellen - die Frau hatte die Polizei informiert. Im Auto der beiden türkischstämmigen Türöffner fanden die Beamten noch weitere überhöhte Rechnungen. Die beiden Betrüger im Alter von 32 und 41 Jahren waren anscheinend schon oft südlich von München aktiv - gegen sie wird jetzt wegen Wucher ermittelt. Anhand der Rechnungen will die Polizei jetzt auch den weiteren dubiösen Türöffnungen nachgehen. Die Polizei weist noch einmal eindringlich darauf hin, bei Türöffnungen immer regionale und am besten persönlich bekannte Firmen zu Hilfe zu holen.