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Betrüger erbeuten Gold im Wert von Einfamilienhaus | BR24

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Trickbetrüger haben in Weiden ein Ehepaar um fünf Kilogramm Goldbarren erleichtert. Die Beute hat einen Wert von 260.000 Euro.

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    Betrüger erbeuten Gold im Wert von Einfamilienhaus

    Unbekannte haben von einem älteren Ehepaar Goldbarren im Wert von 260.000 Euro erbeutet. Eine Anruferin gab sich als hilfsbedürftige Nichte aus. Die Polizei erklärt, wie Betrüger arbeiten und sensibilisiert ältere Menschen für diese Masche.

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    Trickbetrüger haben in Weiden in der Oberpfalz Gold im Wert eines Einfamilienhauses von einem älteren Ehepaar erbeutet - insgesamt fünf Kilogramm. Eine Anruferin hatte sich als Nichte ausgegeben und erzählte, dass sie eine Sicherheit für einen Wohnungskauf hinterlegen müsse.

    Falsche Nichte bat um Hilfe

    Wie die Polizei mitteilte, bat die angebliche Nichte das Ehepaar um Hilfe: Sie benötige eine Sicherheit für einen Wohnungskauf. Die Frau am Telefon gab an, dass sie nicht selbst zur Übergabe kommen könne. Deshalb werde ein "Notarangestellter" zur Übergabe kommen. 

    Ehepaar um mehr als 260.000 Euro geprellt

    Das ältere Ehepaar ging daraufhin zur Bank. Dort holte es Gold im Wert von mehr als 260.000 Euro aus ihrem Schließfach ab. Anschließend gab es dem Mann an der Haustür das Gold. Der Mann sei mit Mundschutz und Baseball-Mütze bekleidet gewesen. Der Betrug fiel erst auf, als das Ehepaar mit der richtigen Nichte telefonierte. Das betroffene Ehepaar hat hier Gold im Wert von rund 260.000 Euro verloren. Die Kriminalpolizei ermittelt.

    Betrüger in ausländischen Call-Centern

    Die Polizei appelliert nochmal ausdrücklich auch an jüngere Menschen und Mitarbeiter von Sozialverbänden, sie mögen Eltern bzw. Senioren für diese Betrugsmasche sensibilisieren. Zwar seien inzwischen durch breite öffentliche Aufklärung viele gerade auch ältere Menschen bereits vorgewarnt und würden auf die Masche nicht eingehen, so der Polizeisprecher. Jedoch gelinge es den Betrügern, die meist in Call-Centern im Ausland sitzen, immer wieder vor allem ältere Menschen hinters Licht zu führen und abzuzocken, wie jetzt im Weidener Fall.

    Opfer werden unter Druck gesetzt

    Auch mag es für Außenstehende verwunderlich erscheinen, dass jemand eine so große Menge Geld oder Wertgegenstände an Fremde aushändigt, sagte ein Polizeisprecher dem BR. Dabei werde jedoch unterschätzt, mit welcher Raffinesse die Telefonbetrüger auftreten. Der Anrufer oder die Anruferin geben sich laut Polizei meist als Verwandte ihrer Opfer aus, die in eine Notsituation geraten sind und dringend schnelles Geld brauchen.

    Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage des BR berichtet, habe in diesem Fall offenbar auch kein Bankangestellter misstrauisch werden und das Ehepaar warnen können, da dieses die Goldbarren aus seinem Bankschließfach geholt habe. Und da seien die Kunden in der Regel alleine.

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