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Betroffenheit nach Angriff auf Linken-Politikerin | BR24

© BR/Susanne Pfaller

Nach dem Angriff auf die oberbayerische Linken-Bezirksrätin Stefanie Kirchner herrscht allgemeine Betroffenheit. Die Politikerin ist am Sonntagabend von einem Unbekannten angegriffen worden. Linken-Chefin Kipping sprach von einer rechten Gewalttat.

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Betroffenheit nach Angriff auf Linken-Politikerin

Nach dem Angriff auf die oberbayerische Linken-Bezirksrätin Stefanie Kirchner herrscht allgemeine Betroffenheit. Die Politikerin ist am Sonntagabend von einem Unbekannten angegriffen worden. Linken-Chefin Kipping sprach von einer rechten Gewalttat.

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Nach dem tätlichen Angriff auf die oberbayerische Linken-Bezirksrätin Stefanie Kirchner herrscht über die Parteigrenzen hinweg Betroffenheit. Die Landessprecherin der Linken Eva Bullig-Schröter spricht von einem Angriff auf die Demokratie. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt und das für Staatsschutz zuständige Kommissariat der Kriminalpolizei ermitteln. Der Täter ist laut Behörden nach wie vor unbekannt.

Unbekannter ruft: "Ihr scheiß Linke!"

Würgemale und eine kleine Stichwunde erinnern die 45-jährige Kommunalpolitikerin an den Überfall am vergangenen Sonntag. In ihrem Heimatort Kösching hatte sie in der Nacht noch einen kleinen Spaziergang unternommen, als ein Mann sie von hinten anfiel und würgte. Mehrfach rief der Angreifer "Ihr scheiß Linke!" Mit mehreren Tritten konnte sich die Bezirksrätin selbst befreien. So hat es die Frau dem Landesgeschäftsführer der Linken Max Steininger geschildert.

Den Tathergang bestätigten im Wesentlichen auch die Ermittlungsbehörden. Weitere Einzelheiten nannten sie heute nicht.

Kipping: "Wir lassen uns nicht einschüchtern"

Aus der Partei gibt es inzwischen einige Reaktionen zu der Attacke: Die Linken-Bundesvorsitzende Katja Kipping zeigte sich erschüttert. "An erster Stelle wünsche ich unserer Bezirksrätin viel Kraft und eine schnelle Genesung", sagte sie. Klar sei aber auch: "Wir lassen uns nicht von rechten Gewalttätern einschüchtern. Wir stehen gemeinsam und solidarisch gegen rechte Gewalt."

Kipping betonte, dieser Angriff sei eine Attacke auf die gesamte Partei und und ihre politischen Werte. Ein entschiedener Antifaschismus sei Kern der Politik der Linken. "Wir überlassen den Rechten nicht die öffentlichen Räume", betonte Kipping.

"Anschlag auf die Demokratie"

Eva Bulling-Schröter, bayerische Linken-Landesvorsitzende und Kreisvorsitzende in der Region Ingolstadt, sprach von einem Anschlag auf die Linke - und das sei "ein Anschlag auf die Demokratie."

Der Fraktionssprecher der Linken im Bezirkstag von Oberbayern, Klaus Weber, beklagte eine Zunahme neofaschistischer Gewalt gegen Mandatsträger der Linken. Bezirksrätin Stefanie Kirchner sei Opfer einer solchen neofaschistischen Gewaltattacke.

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Nach dem Angriff auf eine Bezirksrätin der Linken herrscht über die Parteigrenzen hinweg Betroffenheit. Die Landessprecherin der Linken Eva Bullig-Schröter spricht von einem Angriff auf die Demokratie.

Kirchner an einem sicheren Ort

Die Politikerin befindet sich derzeit entfernt von Kösching an einem sicheren Ort, erklärte Linken-Geschäftsführer Max Steininger. Seit der Tat spricht er für seine Parteifreundin, denn sie brauche nun Ruhe, um sich körperlich und seelisch zu erholen.

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Nach dem die oberbayerische Linken-Bezirksrätin Stefanie Kirchner angeruffen worden ist, äußert sich auch Bayerins Innenminister Herrmann zu dem Vorfall.

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  • Susanne Pfaller
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