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Betreiber diskutieren mit Kritikern der Abrisspläne

Die Betreiber des Atomkraftwerks Gundremmingen diskutieren heute mit Kritikern des geplanten Abrisses von Block B über deren Bedenken. Rund 150 Einwendungen gegen die Abrisspläne sind von Bürgern, Initiativen und Verbänden eingereicht worden.

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Die Unterlagen zum Antrag der Betreiber auf den Rückbau hatten Ende des letzten Jahres öffentlich ausgelegen. Organisationen wie der Bund Naturschutz, Bürgerinitiativen aber auch Privatleute formulierten daraufhin die 150 schriftlichen Einwendungen. Im Vergleich zum Verfahren etwa beim Rückbau des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld ist das eine eher überschaubare Zahl. Zu dem unterfränkischen AKW waren im vergangenen Jahr von etwa 850 Personen Bedenken eingegangen.

Abbau während des Betriebs von Block B

In Gundremmingen wird unter anderem kritisiert, dass die Betreiber den Rückbau von Block B noch während des laufenden Betriebs von Block C beginnen wollen. Während der Arbeiten würden sich also noch Brennelemente in der Anlage befinden. Viele AKW-Gegner sehen darin ein Sicherheitsrisiko.

Weitere Kritikpunkte, die einige Organisationen bereits öffentlich gemacht hatten, betreffen etwa Dekontaminierung der Anlage und die Lagerung der radioaktiven Abfälle.

Arbeiten ziehen sich über Jahrzehnte

Das Kraftwerk Gundremmingen war die erste atomare Großanlage in Deutschland. Block A ging vor rund 50 Jahren ans Netz, wurde aber bereits nach einem Jahrzehnt nach mehreren schweren Störfällen abgeschaltet. Block B soll nun Ende des Jahres abgeschaltet werden. Mit dem Abbau wollen die beteiligten Energiekonzerne RWE und Eon bereits 2018 starten. Die endgültige Stilllegung des AKW Gundremmingen mit Block C ist für Ende 2021 geplant. Danach wird sich der Rückbau der beiden Reaktoren und der Nebengebäude voraussichtlich bis 2040 hinziehen. Die Kosten werden auf 1,5 Milliarden Euro geschätzt.