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Bildrechte: Chris Baumann/BR

Tiefenentspannte Alpakas auf der Straße

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    Besucherattraktion in Unterammergau: Freilaufende Alpakas

    Früher waren die Alpakas von Alfred Richter den Winter über im Stall. Doch davon sind sie krank geworden. Jetzt dürfen sie einfach im Dorf spazieren gehen – auch im Garten des Bürgermeisters machen sie sich über die Sträucher her.

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    Von
    • Helene Köck
    • Chris Baumann

    Alfred Richter betreibt eine Sommerrodelbahn in Unterammergau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Außerdem hat er fünf Alpakas - Tiere, die ursprünglich aus den Anden kommen. Wie er sie hier am besten hält, musste er mit der Zeit herausfinden. In den ersten Jahren haben sie den Winter im Stall verbracht. Aber das hat ihnen nicht gut getan. Die Klauen sind zu lang geworden und im Fell war Ungeziefer: Haarlinge, die an der Haut herumknabberten. Alfred Richter musste seine Tiere mit Medikamenten behandeln.

    Im Winter gibt's das beste Futter im Dorf

    Deswegen hat er sie einfach rausgelassen. Alpakas, die frei herumlaufen dürfen, suchen sich natürlich die besten Stellen, um zu fressen. Im Winter sind die mitten im Dorf. Weil es da etwas wärmer ist und zwischen dem geräumten Schnee eher mal ein bisschen Grün hervorschaut. Die Unterammergauer haben sich daran gewöhnt, dass manchmal, wenn sie aus dem Haus gehen, ein Alpaka in ihrem Vorgarten steht oder vor der Haustür an einem Strauch knabbert. Manche Nachbarn geben auch mal ein Leckerli. Salat zum Beispiel.

    Auch frische Blumen landen im Magen der Tiere

    Bürgermeister Robert Stumpfecker ist auch schon bestens bekannt mit den Alpakas, denn manchmal kommen sie auch in seinen Garten. Die allermeisten Anwohnerinnen und Anwohner sehen das ganz gelassen. Nur selten gebe es mal Ärger, wenn die frischen Blumen vorm Haus abgefressen sind, sagt Stumpfecker.

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    Alpakas mitten im Dorf

    Die Alpakas bringen Ruhe nach Unterammergau

    Ab und zu kommen Besucher, die überrascht feststellen, dass da lamaähnliche und doch recht große Tiere durchs Dorf schreiten. Manche rufen auch die Polizei, wenn da plötzlich ein Alpaka auf dem Gehweg steht. Aber die örtliche Polizei kennt die Tiere mittlerweile natürlich und weiß, dass das so schon seine Ordnung hat. Menschen und anderen Tieren gegenüber sind die Alpakas nämlich friedlich. Bürgermeister Stumpfecker sieht deshalb kein Problem darin, dass sie frei herumlaufen. Er hat sogar den Eindruck, dass sie den Verkehr im Ort beruhigen, weil Autofahrerinnen und Autofahrer bremsen, wenn sie die Tiere sehen.

    Im Frühling müssen sie wieder ins Gehege

    Besitzer Alfred Richter ist froh, dass seine Alpakas jetzt wieder ein gesundes Fell haben und sich durchs viele Herumlaufen die Klauen abwetzen können. Ab Ende April wird man sie nicht mehr im Dorf treffen können. Den Sommer verbringen sie nämlich im Freigehege, weil sie nicht auf die Wiesen der Bauern sollen. Aber sie freuen sich sicher schon auf den nächsten Winter, die damit verbundenen Spaziergänge und natürlich – die leckeren Sträucher im Garten des Bürgermeisters.

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