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Besucheransturm im Bayerischen Wald bereitet Probleme | BR24

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Besucher im Bayerischen Wald

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    Besucheransturm im Bayerischen Wald bereitet Probleme

    Am Wochenende wurde der Bayerische Wald gestürmt. Einige Besucher wanderten "kreuz und quer durch den Nationalpark", beschwert sich der stellvertretende Leiter des Nationalparks. Die Lage an den Parkplätzen sei vielerorts "katastrophal" gewesen.

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    • BR24 Redaktion

    Ausflügler im Bayerischen Wald haben Rangern des Nationalparks am Wochenende Probleme bereitet. Gerade am Sonntag sind viele Besucher in das Schutzgebiet gekommen, sagte der stellvertretende Leiter des Nationalparks, Jörg Müller.

    Besucher missachten markierte Wanderwege

    Manche Gäste hätten mit ihren Autos Rettungswege blockiert. "Die Lage an den Parkplätzen kann vielerorts nur mit dem Wort 'katastrophal' beschrieben werden", so Müller. Zudem seien einzelne Besucher "kreuz und quer durch das Kerngebiet" des Nationalparks gelaufen. Das gefährde vor allem störungsempfindliche Arten wie das Auerhuhn, die sich unter den winterlichen Temperaturen im Energiesparmodus befinden. Man bitte alle Besucher deshalb eindringlich, nur markierte Wanderwege zu nutzen.

    Verstärkter Einsatz von Rangern

    Bei gutem Wetter sei an Neujahr und dem darauffolgenden Wochenende wieder mit vielen Ausflüglern zu rechnen. Deshalb will der Nationalpark verstärkt Ranger einsetzen, um Besucher auf die Einhaltung der Regeln hinzuweisen.

    Übertourismus im Bayerischen Wald

    Trotz der Ausgangsbeschränkungen, die derzeit wegen des Coronavirus in Bayern gelten, ist das Spazieren gehen ein "triftiger Grund", die Wohnung zu verlassen. Auch in einen anderen Landkreis zu fahren ist nicht verboten.

    Seit der Corona-Krise hat sich der Besucheransturm auf den Bayerischen Wald nochmal gesteigert. Weil sie wegen der Pandemie nicht wegfahren dürfen oder wollen, erkunden die Menschen ihre nächste Umgebung und drängen sich auf Wanderwegen und Gipfeln. Schon im Sommer hatte der ADAC von zum Teil "chaotischen Zuständen" in manchen kleinen Bayerwald-Orten gesprochen. Auch seien viele Tagesgäste schlecht vorbereitet in die Natur gegangen. So war die Rede von "Sommerklapperl-Touristen" und welchen, die im Bayerischen Wald nach Fahrgeschäften gefragt hatten.

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