Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Besucherandrang auf der Wiesn: Rolltreppen fahren schneller | BR24

© dpa/Tobias Hase

Besucherinnen fahren am ersten Oktoberfesttag in München die Rolltreppe der U-Bahnstation zur Theresienwiese empor.

Per Mail sharen
Teilen

    Besucherandrang auf der Wiesn: Rolltreppen fahren schneller

    800 Oktoberfest-Besucher alle drei Minuten: Um den Besucherandrang auf die Wiesn zu bewältigen, lässt die Münchner Verkehrsgesellschaft die Rolltreppen zum Ausgang auf die Festwiese schneller fahren. Das geht aber nur, wenn es nicht regnet.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Zu Stoßzeiten kommen die U-Bahnen an der Haltestelle "Theresienwiese" an ihr Limit: 800 Menschen strömen im Drei-Minutentakt aus den U-Bahnen der U4 und U5. Ihr gemeinsames Ziel: Das Oktoberfest. Von den U-Bahnsteigen führen zwei Rolltreppen zu den Ausgängen zur Festwiese. Gerade an den Wochenenden morgens und zu den Reservierungswechseln um 17 Uhr steigt die Besucherzahl an.

    Um die Besucher möglichst schnell ans Tageslicht zu befördern, lässt die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG darum ihre Rolltreppen schneller laufen. Ansonsten droht ein Rückstau - das Horrorszenario im U-Bahn-Bereich.

    Oktoberfest-Andrang stellt MVG vor Balanceakt

    Doch auch die schnelleren Rolltreppen sind ein Balanceakt, wie MVG-Sprecher Matthias Korte gegenüber BR24 sagt. "Ist die Rolltreppe zu schnell, müssen die Leute erst einmal zwei Stufen auslassen, um dann aufzuspringen. Dann hat man auch wieder weniger Menschen hochtransportiert", erklärt Korte.

    Und es gibt noch ein anderes Problem: "Regnet es draußen, können wir die Rolltreppen auch nicht schneller laufen lassen", sagt Korte. Denn: Wenn die Leute oben ankämen, stoppten diese erst einmal, um ihre Kapuzen aufzusetzen oder die Schirme aufzuspannen. "Das alles kostet Zeit", sagt Korte. "Und dann gäbe es unten einen Rückstau, wenn wir zu viele Leute in zu kurzer Zeit aus den U-Bahnen schaufeln."

    Rolltreppen dürfen auch nicht zu schnell fahren

    Für die MVG sei daher zu Stoßzeiten ein Rolltreppen-Tempo von 0,68 Metern pro Sekunde die "Kompromissgeschwindigkeit zwischen zu schnell und zu langsam". An allen anderen Tagen laufen die Treppen mit einer Geschwindigkeit von 0,5 Metern pro Sekunde. Theoretisch zugelassen sind die Treppen nach Deutscher Industrienorm bis 0,75 Meter pro Sekunde. Laut MVG-Sprecher Korte sei das für die Münchner U-Bahn-Rolltreppen aber nicht denkbar - auch nicht zur Wiesnzeit.