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Corona: Bestattungsdienste in Nürnberg und Coburg ausgelastet | BR24

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Sachsen, Dresden: Bestatter holt Särge aus einem Kühlraum

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Corona: Bestattungsdienste in Nürnberg und Coburg ausgelastet

Der städtische Bestattungsdienst in Nürnberg hat wegen Corona- und anderen Todesfällen so viel zu tun, dass er nicht mehr alle Aufträge annehmen kann. Es gebe Engpässe in der Kühlkapazität. Auch in Coburg fährt das Krematorium fast Volllast.

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  • BR24 Redaktion

Der städtische Bestattungsdienst in Nürnberg hat zurzeit so viel zu tun, dass er nicht mehr alle Aufträge annehmen kann.

"Corona spielt eine Rolle. Wir haben ein erhöhtes Sterbeaufkommen." Stellvertretender Leiter der Friedhofsverwaltung Gerhard Wellenhöfer

Ein weiterer Grund seien die üblichen Verzögerungen über die Feiertage.

Bislang 210 Corona-Todesfälle in Nürnberg

Bayerns zweitgrößte Stadt verzeichnet seit Wochen viele Corona-Infektionen. Laut Robert Koch-Institut lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Morgen knapp unter 300. Bislang starben allein in Nürnberg 210 Menschen mit oder an einer Corona-Infektion.

Personal wurde aufgestockt

Um die vielen Bestattungen abarbeiten zu können, hat der Bestattungsdienst sein Personal über die Feiertage aufgestockt. Beim Krematorium sei sogar eine zusätzliche Schicht eingeführt worden, sagte Wellenhöfer.

"Wir haben Engpässe in der Kühlkapazität, aber schaffen es noch." Stellvertretender Leiter der Friedhofsverwaltung Gerhard Wellenhöfer

Wellenhöfer geht davon aus, dass sich die Lage nach den Feiertagen entspannen werde.

Coburg: Längere Wartezeiten

Auch im Corona-Hotspot Coburg fahre das Krematorium zurzeit nahezu Volllast, sagte Stadtsprecher Louay Yassin. "Täglich werden rund 20 Menschen eingeäschert." Das liege zum einen an den erhöhten Todeszahlen im Zuge der Corona-Pandemie. Coburg lag nach RKI-Angaben am Morgen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 547,8. Zum anderen sterben um die Feiertage in der Regel immer mehr Menschen, betonte Yassin. Da das Krematorium ein großes Einzugsgebiet habe, sei es für die Toten aus sechs Landkreisen zuständig. Dadurch komme es zu längeren Wartezeiten. Ablehnen müsse das Krematorium aber niemanden.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen Bestattung von Corona-Toten

Bei Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, sind bei der Bestattung besondere Sicherheitsvorkehrungen nötig. Wie auch bei anderen Toten mit infektiösen Krankheiten müssten die Särge versiegelt werden, sagte Wellenhöfer. Eine offene Aufbahrung sei nicht möglich. Die Beschäftigten des Bestattungsdienstes müssten außerdem Schutzkleidung tragen.

Kurz vor Weihnachten gab es ähnliche Meldungen aus Sachsen. Wegen der hohen Todeszahlen im ostsächsischen Zittau mussten dort Leichen außerhalb des Krematoriums zwischengelagert werden.

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Der Lockdown in Deutschland zeigt noch nicht die erhoffte Wirkung. 1.129 Todesfälle wurden dem Robert-Koch-Institut binnen 24 Stunden übermittelt. Allerdings melden an Feiertagen Gesundheitsämter Sterbefälle zum Teil erst im Nachhinein.

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