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Bestätigt: Jäger in Nabburg an Hasenpest erkrankt | BR24

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Der Verdacht, dass sich Jäger nach einer Treibjagd in Nabburg im Landkreis Schwandorf mit der Hasenpest angesteckt haben, hat sich bestätigt. Der Erreger wurde in Blutproben nachgewiesen. Drei Menschen liegen noch immer im Krankenhaus.

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Bestätigt: Jäger in Nabburg an Hasenpest erkrankt

Der Verdacht, dass sich Jäger nach einer Treibjagd in Nabburg im Landkreis Schwandorf mit der Hasenpest angesteckt haben, hat sich bestätigt. Der Erreger wurde in Blutproben nachgewiesen. Drei Menschen liegen noch immer im Krankenhaus.

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Im Landkreis Schwandorf hat sich der Verdacht bestätigt, dass sich mehrere Menschen an einem getöteten Hasen mit der sogenannten Hasenpest angesteckt haben. Wie ein Sprecher des Schwandorfer Landratsamts dem BR bestätigte, sind die ersten Ergebnisse von Blutproben da, die das Robert-Koch-Institut in Berlin analysiert hat.

Drei Menschen wegen Hasenpest im Krankenhaus

Bei zwei Männern wurde demnach im Blut ein deutlicher Anstieg der Antikörper gegen den Hasenpest-Erreger festgestellt, bei vier weiteren deute sich ein Anstieg an, so der Sprecher. Damit gelte eine Ansteckung als nachgewiesen, obwohl noch einige Ergebnisse ausstehen.

Die Zahl der Erkrankten hat sich inzwischen noch einmal erhöht: Nach zunächst neun Jägern und einem Metzger, die Kontakt mit einem erkrankten Tier hatten, kam am Freitag auch ein Gehilfe des Metzgers mit Krankheitssymptomen ins Krankenhaus. Er befindet sich auch aktuell dort, ebenso wie der Metzger und einer der Jäger. Bei ihnen laufen noch Untersuchungen. Die acht übrigen Männer konnten Ende vergangener Woche entlassen werden.

Hasenpest beim Menschen schwer zu erkennen

Am 27. Oktober hatten die Jäger bei einer Treibjagd acht Hasen erlegt. Eines der Tiere war, wie sich vergangene Woche bestätigte, an Hasenpest erkrankt. Ein Hase wird noch untersucht, die anderen sechs zeigten keine Auffälligkeiten. Acht der Jäger infizierten sich vermutlich beim Ausweiden und Verpacken der Tiere mit dem Erreger, der neunte wahrscheinlich über seinen Hund. Der Metzger und sein Gehilfe hatten dann später vermutlich Kontakt.

Die Hasenpest wird in der Regel von Tier zu Tier oder auch von Tier zu Mensch übertragen. Beim Menschen ist eine Erkrankung deshalb schwer zu erkennen, weil die Symptome denen einer schweren Grippe ähneln. Ein Nachweis geht nur über Bluttests. Allerdings dauert es nach einer Ansteckung einige Tage, bis die Antikörper gegen den Erreger im Blut zu finden sind.

Jäger-Merkblatt zur Hasenpest

Nach der offiziellen Bestätigung der Erkrankungen von Menschen an der Hasenpest im Landkreis Schwandorf hat das Landratsamt ein Merkblatt veröffentlicht, dass sich vor allem an Jäger richtet. Darin werden unter anderem Merkmale wie vergrößere Lymphknoten oder weiße Erregerherde an Organen als Hinweise auf einer Erkrankung bei einem erlegten Hasen genannt. Zugleich wird noch einmal betont, dass eine Übertragung der Erreger über unzureichend erhitztes Fleisch, das Einatmen von Staubpartikeln oder direkten Kontakt mit infizierten Tieren möglich ist. Aus diesem Grund sollten beim Umgang mit erlegten Tieren vorsorglich Einmalhandschuhe und staubdichte Atemmasken getragen werden. Fleisch sollte immer gründlich durchgebraten werden.