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Besser schlafen mit Schlummertrunk aus Bayreuth | BR24

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Ein Bayreuther Start-up hat ein Pulver entwickelt, das besseren Schlaf verspricht. Die "Magic Moon Milk" beinhaltet eine indische Pflanze, die auch in der ayurvedischen Medizin zum Einsatz kommt.

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Besser schlafen mit Schlummertrunk aus Bayreuth

Ein oberfränkisches Startup möchte dafür sorgen, dass sich die Menschen nachts besser erholen. Eine Tasse "Magic Moon Milk" vor dem Schlafengehen soll dabei helfen. Das Geheimnis der Milch liegt in einer Zutat aus Indien.

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Von
  • Anja Bischof

Wenn sich Jannika Ehrenfried eine sogenannte Moon Milk zubereitet, erfüllt ein würzig-süßer Duft das gesamte Zimmer. Die Mitgründerin des Bayreuther Startups "Just Balance" rührt für das zart-lilafarbene Getränk einen Löffel des Pulvers "Magic Moon Milk" in einen Viertelliter lauwarme Hafermilch. Die 29-Jährige schwört auf die ausgleichende Wirkung und hat damit eigene Schlafprobleme in den Griff bekommen.

Indisches Anti-Stress-Mittel dient als Basis

"Just Balance" ist im Dezember 2019 mit seiner "Magic Moon Milk" an den Markt gegangen. Deren Herzstück ist ein Extrakt der indischen Heilpflanze Ashwagandha. Sie wird auch Schlafbeere oder Winterkirsche genannt. Ihre Wurzeln enthalten sogenannte Withanolide. Extrakte davon nutzt die ayurvedische Medizin bereits seit 3.000 Jahren. Sie gelten unter anderem als Verjüngungs- und Anti-Stress-Mittel. Der beste Zeitpunkt für eine Tasse "Magic Moon Milk" ist deshalb der Abend, kurz vor dem Schlafengehen. Denn die Milch soll einen erholsamen Schlaf fördern und für ein besseres Gefühl beim Aufwachen sorgen.

Selbst kreiertes Rezept enthält unter anderem Ashwagandha

Die "Moon Milk" ist auch in Deutschland schon länger bekannt. Doch bisher gab es kein fertig gemischtes Pulver, das nur noch in Kuh- oder pflanzlicher Milch angerührt werden muss. "Unser eigenes Rezept für ein Moon Milk-Pulver zu entwickeln, hat eine Weile gedauert", blickt Jannika Ehrenfried auf die Anfänge des Startups zurück. Gemeinsam mit der zweiten Gründerin Olivia Hofmann hat sie die Mischung festgelegt und den Namen schützen lassen. Die "Magic Moon Milk" enthält Zimt, Kardamom, Nelke, Lavendel, Blaubeerpulver, Kokosblütenzucker und Ashwagandha.

Gründerinnen haben in Indien Erfahrungen gesammelt

Mit Ashwagandha kennen sich beide Gründerinnen von "Just Balance" aus. Von 2016 bis 2019 begleiteten die ehemaligen BWL-Studentinnen an der Uni Bayreuth das indische Unternehmen, von dem sie das rohe Pulver beziehen, auf Messen in der ganzen Welt. Dabei stellten sie fest, dass sowohl in den USA als auch in Schweden oder Großbritannien Ashwagandha-Produkte bekannt und beliebt sind. "Irgendwann kam uns die Idee, dass wir ein Produkt für den deutschen Markt entwickeln könnten", erzählt Jannika Ehrenfried, "schließlich sitzen wir ja an der Quelle." Das war die Geburtsstunde der "Magic Moon Milk".

Keine Bitterstoffe im Produkt enthalten

Viele Ashwagandha-Produkte besitzen den natürlichen, bitteren Geschmack der Wurzel. Auf Deutsch übersetzt bedeutet Ashwagandha bezeichnenderweise "Duft des Pferdes". Dem indischen Hersteller, mit dem "Just Balance" zusammenarbeitet, ist es allerdings gelungen, dem Konzentrat die Bitterstoffe zu entziehen. "Das Ashwagandha in der "Magic Moon Milk" ist geschmacksneutral", verspricht Olivia Hofmann.

Studienlage zu Ashwagandha-Pulver ist dünn

In Deutschland gibt es Ashwagandha-Pulver schon seit vielen Jahre in Form von Tees, in Kapseln oder Ölen. Nebenwirkungen sind nicht bekannt, allerdings ist die Studienlage recht dünn. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat sich im Jahr 2012 mit Ashwagandha befasst. In seiner Einschätzung zitiert das BfR die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese rät Schwangeren und Kindern vom Konsum ab, da zu wenige Studien zur Sicherheit vorliegen. Auch die beiden Gründerinnen haben diese Empfehlung übernommen.

Pulver wird in Unterfranken zusammengemischt

Für die Abfüllung des "Magic Moon Milk"-Pulvers in luftdichte Beutel mit dunkelblauem Galaxie-Design arbeiten die Gründerinnen mit einem Unternehmen aus Unterfranken zusammen. In der Gewürzstadt Abtswind wird das Pulver zusammengemixt. "Wir legen Wert darauf, dass unsere "Magic Moon Milk" vegan ist und dass alle Gewürze aus Deutschland kommen und Bio-Qualität haben", betont Jannika Ehrenfried. Noch senden die beiden Frauen die Bestellungen persönlich an ihre Kunden. Doch bald wird dieser Job ausgelagert, denn der Aufwand wird zu groß. Bisher haben sie rund 1.500 Päckchen in alle Ecken Deutschlands geschickt. Die Nachfrage nimmt stetig zu.

Soziale Medien helfen beim Marketing

Seine Kunden findet das Startup vor allem über soziale Medien. "Auf Instagram haben wir schon viele Follower, von denen manche ihre eigenen Rezeptideen und Fotos rund um die Magic Moon Milk posten", erzählt Jannika Ehrenfried. "Das Ungewöhnlichste war bisher eine Schoko-Bomb aus weißer und rosa Schokolade, die mit "Magic Moon Milk"-Pulver gefüllt war."

Empfohlenes Abendritual soll entschleunigen

Die beiden Gründerinnen empfehlen ihren Kundinnen und Kunden ein ständig wiederkehrendes Abendritual, um die Wirkung der "Moon Milk" zu erhöhen. "Laptop und Handy aus, schöne Musik an, Kerze anzünden und genießen", meint Olivia Hofmann. "Seit ich das mache, habe ich keine Schlafprobleme mehr." "Ein Abendritual ist wie Einparken", ergänzt Jannika Ehrenfried. "Ein Auto entschleunigt man ja auch, bevor man in den Parkplatz fährt."

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