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Besiedelung und Landwirtschaft bedrohen Wildtiere | BR24

© pa/dpa/Reiner Bernhardt

Reh an Waldrand

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    Besiedelung und Landwirtschaft bedrohen Wildtiere

    Der bayerische Jagdverband (BJV) hat mehr artgerechten Lebensraum für Wildtiere gefordert. Die hochindustrielle Landwirtschaft und dicht besiedelte Gebiete zerstörten immer mehr Lebensräume der Tiere, sagte BJV-Präsident Jürgen Vocke.

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    Blumen und Getreide werden auf den Feldern zunehmend bis an die Straßen gepflanzt, wie Vocke vor dem morgigen Hubertustag bemängelte. Dadurch würden die attraktiven Straßenränder oft zur tödlichen Gefahr für Rehe und Hasen.

    Artgerechtes Verhalten gegenüber Maschinen

    Auch die riesigen Agrarmaschinen bereiteten Probleme: "Rehkitze und Hasen lernen, sich bei Gefahr zu ducken. Sie hoffen, so nicht gesehen zu werden - und werden dann von den Maschinen erwischt." Im Freistaat habe es etwa bei Hasen und Fasanen dramatische Bestandseinbrüche gegeben, weil die Maschinen keine Warnsysteme eingebaut hätten.

    Sogar in den Bergwäldern gehe der Wildbestand zurück. Wegen der Urlauber gelte seit zehn Jahren das Motto Wald vor Wild. Dabei wollten Touristen sicher nicht nur Bäume, sondern auch Tiere in freier Wildbahn sehen.

    Wild im Bergwald wird stärker bejagt

    Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) hatte Ende Oktober ein Forschungsvorhaben gestartet, das die Bejagung von Rehen, Hirschen und Gämsen optimieren soll, da die Tiere die Verjüngung der Wälder gefährde.

    Der Heilige Hubertus ist der Schutzpatron der Jäger. Er steht im Mittelpunkt zahlreicher Messen und Feiern rund um den 3. November. Die Begegnung mit einem weißen Hirsch, der ein Kreuz zwischen den Geweihstangen trug, brachte den einst zügellosen adeligen Jäger Hubertus zur Vernunft. Heute steht der Heilige Sankt Hubertus, der im Jahre 705 Bischof von Lüttich wurde, für die waidgerechte Jagd, bei der es nicht allein um Abschuss und Beute geht, sondern um den Respekt vor der Schöpfung und das Verantwortungsbewusstsein für Natur und Tierwelt.