| BR24

 
 
© BR

Landgericht in Bayreuth

Das Amtsgericht Bayreuth hat der Beschwerde der Staatsanwaltschaft Bayreuth im Fall Peggy nicht stattgegeben. Der Tatverdächtige 41-Jährige bleibt somit weiter auf freiem Fuß. Das bestätigte ein Sprecher des Amtsgerichts dem Bayerischen Rundfunk.

Beschwerde gegen Freilassung

Erst am Montag hatte die Staatsanwaltschaft Bayreuth Beschwerde gegen die Freilassung des Mannes eingereicht. Er war an Heiligabend aus der Haft entlassen worden. Die Begründung: Es bestehe weiterhin ein dringender Tatverdacht gegen den Mann. Der 41-Jährige hatte bei einer mehrstündigen Vernehmung im September ein Teilgeständnis abgelegt. Er will die bereits tote neunjährige Peggy von einem anderen Mann entgegengenommen haben und in einem thüringischen Waldstück vergraben haben. Dieses Teilgeständnis hat er aber wieder zurückgenommen.

Teilgeständnis ohne Anwalt

Angeblich ist das Teilgeständnis nur unter Druck und ohne Rechtsbeistand zustande gekommen. Und genau das kritisierte auch das Amtsgericht und ging daher der Haftbeschwerde des Anwalts des 41-Jährigen nach. Er wurde wieder entlassen.

Prüfung am Landgericht

Nun liegt die Beschwerde der Staatsanwaltschaft Bayreuth beim Landgericht, so der leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel zum BR. "Das Amtsgericht hat der Beschwerde nicht abgeholfen und ohne Begründung an das Landgericht weitergeleitet", so Potzel. Hier wird die Beschwerde der Staatsanwaltschaft Bayreuth nun erneut geprüft.