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Hausexplosion in Rettenbach: Ursache gefunden | BR24

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Wohnhaus in Rettenbach explodiert

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Hausexplosion in Rettenbach: Ursache gefunden

Nach der Hausexplosion in Rettenbach im Ostallgäu, bei der ein Vater und seine Tochter ums Leben kamen, steht die Unglücksursache fest. Laut Polizei war die Gasleitung auf dem Grundstück beschädigt.

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Eine defekte Gasleitung hat in Rettenbach (Lkr. Ostallgäu) die verheerende Wohnhausexplosion mit zwei Toten verursacht. Wie die Polizei berichtete, wurde neben dem komplett zerstörten Gebäude eine beschädigte Leitung für Flüssiggas entdeckt. Dadurch sei wohl über einen längeren Zeitraum Gas in das Haus geströmt, obwohl das Gebäude selbst keinen Gasanschluss gehabt habe.

"Wie diese Beschädigung verursacht wurde und wie das Flüssiggas in das Wohnanwesen gelangte, ist noch nicht abschließend geklärt", teilte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West mit. Der Leiter der Polizeiinspektion Marktoberdorf, Helmut Maucher, sagte dem BR, die Gasleitung sei wahrscheinlich bei Bauarbeiten vor längerer Zeit beschädigt worden. "Dadurch ist Flüssiggas ausgetreten, ins Haus eingedrungen, bis es eine explosive Mischung erreicht hat."

Vater und Tochter waren wohl sofort tot

Bei der Explosion in Rettenbach am Auerberg waren am Sonntag zwei Bewohner ums Leben gekommen. In der Nacht hatte die Feuerwehr die Leiche des 42 Jahre alten Familienvaters aus den Trümmern geborgen. Am Morgen fanden sie die sieben Jahre alte Tochter tot auf.

Notarzt Philipp Zimmermann sagte, nach ersten Erkenntnissen seien beide sofort tot gewesen. Auch ein schnellerer Fund hätte die beiden wohl nicht retten können.

Die beiden Söhne der Familie haben überlebt

Bis zu 350 Helfer von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz waren im Einsatz, um nach weiteren Opfern zu suchen. Die beiden Söhne der Familie waren zum Zeitpunkt der Explosion auf einem nahe gelegenen Spielplatz; sie sind inzwischen bei den Großeltern und werden psychologisch betreut. Die meisten Nachbarn dürfen voraussichtlich noch heute in ihre Häuser zurückkehren.

Politiker rufen zu Spenden für Betroffene auf

Am Sonntagvormittag war es in dem Zweifamilienhaus in Rettenbach zu der Explosion gekommen. Die 39-jährige Mutter wurde kurze Zeit später aus dem komplett zerstörten Haus gerettet und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Mieterin einer Einliegerwohnung war nicht im Haus.

Inzwischen gibt es einen Spenden-Aufruf des Allgäuer Hilfsfonds. Landrätin Maria Zinnecker bittet - gemeinsam mit dem Rettenbacher Bürgermeister Reiner Friedl - um Spenden für die betroffenen Familien.

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BR-Reporter Herz