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Berufungsprozess um Luchs-Wilderei im Bayerischen Wald | BR24

© picture alliance/Armin Weigel/dpa

Der angeklagte Jäger sitzt im Verhandlungssaal des Amtsgerichts Cham neben seinem Verteidiger.

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    Berufungsprozess um Luchs-Wilderei im Bayerischen Wald

    Das Amtsgericht Cham hat im Herbst einen 53 Jahre alten Jäger wegen Luchs-Wilderei und illegalen Waffenbesitzes verurteilt. Der Jäger, der bereits im Prozess alle Vorwürfe von sich wies, geht nun vor dem Landgericht Regensburg in Berufung.

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    Ein Jäger aus dem Bayerischen Wald wehrt sich gegen seine Verurteilung wegen Luchs-Wilderei. Das Amtsgericht Cham hatte den 54-Jährigen vergangenen September zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt. Am 10. Februar beginnt vor dem Landgericht Regensburg der Berufungsprozess, wie das Gericht am Montag mitteilte. Auch die Staatsanwaltschaft hatte gegen das Urteil Rechtsmittel eingelegt.

    Jäger ist durch Prahlerei aufgeflogen

    Der Prozess im Herbst hatte für große Aufmerksamkeit gesorgt. Naturschutzverbände sahen in dem Chamer Urteil ein wichtiges Signal für den Schutz bedrohter Arten. Der Jäger war aufgeflogen, weil er zwei Männern, die sich ihm gegenüber als Jagd-Interessenten ausgegeben hatten, von seinen Wildereien in seinem Revier berichtet hatte. Die beiden Männer zeigten ihn an.

    Vater soll Falle aufgestellt haben

    Zwar stritt der Jäger vor Gericht die Vorwürfe ab und behauptete, sein inzwischen gestorbener Vater habe die Falle aufgestellt, um Füchse zu fangen. Das glaubte das Gericht jedoch nicht und argumentierte, die Falle sei für Füchse zu groß - und der Vater habe zum fraglichen Zeitpunkt beinamputiert im Rollstuhl gesessen.

    Luchse sind streng geschützt. Etwa 130 erwachsene Luchse leben dem Bund Naturschutz zufolge in Deutschland. Ein großer Teil davon ist im Grenzgebiet der Nationalparke Bayerischer Wald/Böhmerwald angesiedelt. In den vergangenen Jahren gab es dort immer wieder Fälle von Wilderei.