Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Berliner Mauer: In Diedorf steht sie noch | BR24

© BR

Ein Unternehmer aus Schwaben hat einen Teil deutsch-deutscher Geschichte in die Region gebracht. Seit zehn Jahren stehen Mauerreste mitten in Diedorf bei Augsburg. Ein Gewinn auch für die Schülerinnen und Schüler nebenan...

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Berliner Mauer: In Diedorf steht sie noch

In 20 Minuten zur Berliner Mauer: Von Augsburg aus ist das möglich. Im nahen Diedorf stehen nämlich Mauerreste. Ein Unternehmer aus Schwaben hat sie nach der Wende hierher gebracht - und damit auch ein Stück deutsch-deutsche Geschichte.

Per Mail sharen
Teilen

Matthias Maresch stammt aus Thüringen. Er kennt die DDR aus eigener Anschauung. Noch vor dem Bau der Mauer ist er als Kind mit seiner Familie in den Raum Augsburg geflüchtet. Später wurde er Unternehmer, und als solcher war der heute 66-Jährige nach der Wende viel in Ostdeutschland unterwegs - für Baugeschäfte. Da ergab sich die Gelegenheit, Mauerteile zu kaufen. Maresch hat sieben Segmente erworben, für damals insgesamt 2.000 DM.

Mauerreste sollten zuerst in Mareschs Garten

Der Verkäufer sei froh gewesen, gleich sieben Stück loszuwerden, so Maresch. "Und ich hab sie halt gekauft und gedacht, ich stell sie in den Garten." Damit sei seine Frau aber nicht einverstanden gewesen, ergänzt er lächelnd.

Teile der Berliner Mauer jetzt mitten in Diedorf

Mithilfe eines Fuhrunternehmers aus Mareschs Freundeskreis kamen die Mauerreste in den Landkreis Augsburg. Seit zehn Jahren stehen sie inzwischen vor der Diedorfer Schmutterhalle. Ganz in der Nähe ist auch eine Grund- und Mittelschule.

Mauerreste machen Geschichte erlebbar

Bürgermeister Peter Högg macht deutlich, wie die Schülerinnen und Schüler davon profitieren: etwa, indem sie im Rahmen von Projekten die Mauerreste erkunden und sich mit deren Geschichte auseinandersetzen.

Maresch noch heute froh über friedliche Wende

In diesen Tagen, in denen Deutschland an 30 Jahre Mauerfall erinnert, denkt auch Maresch oft an die Zeit der Teilung zurück: "Das tollste Ereignis war für mich, dass die Mauer ohne Blutvergießen gefallen ist."