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Bergwacht rettet trotzigen Tourengeher auf dem Watzmann | BR24

© Bergwacht Ramsau

Bergwacht Ramsau im Einsatz auf dem Watzmann

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    Bergwacht rettet trotzigen Tourengeher auf dem Watzmann

    Die Bergwacht Ramsau hat in der Nacht vom 25. auf den 26. drei Wanderer gerettet, die aus Erschöpfung nicht mehr weiter gehen konnten. Einer der Männer wollte die Watzmanntour aber trotz Lawinengefahr und einem Meter Schnee einfach nicht abbrechen.

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    Die Bergwacht Ramsau hat in der Nacht vom ersten auf den zweiten Weihnachtsfeiertag drei Wanderer gerettet, die bei einer Watzmanntour in Not geraten waren. Die drei Männer aus München waren trotz des schlechten Wetters am Nachmittag (25.12.) im Tal aufgebrochen. Außerdem herrschte große Lawinengefahr und es lag ein Meter Neuschnee. Die Männer wollten im Winterraum des Watzmannhauses auf rund 1.900 Meter Höhe übernachten.

    Erschöpfung auf 1.600 Meter Höhe

    Nach elf Stunden Aufstieg mussten die 27-und 28-jährigen Abenteurer ihr Vorhaben erschöpft abbrechen. Das Trio flüchtete sich in den offenen Stall einer auf 1.600 Meter Höhe gelegenen Alm und rief die Bergwacht kurz vor ein Uhr Nachts um Hilfe.

    Widerstand gegen Rettung, Ärger bei Helfern

    Nachdem die Retter der Bergwacht nachts bei widrigen und riskanten Bedingungen unter großer Lawinengefahr im Einsatz waren, ärgerten sie sich über das Verhalten des Anführers der Gruppe. Der Mann weigerte sich schlicht mit abzusteigen, nur weil die Tour wegen seiner beiden erschöpften Begleiter gescheitert war. Er erklärte, er habe in den vergangenen Wochen bereits mehrmals im Winterraum des Watzmannhauses übernachtet. Er wisse, worauf er sich einlasse. Schließlich konnten die Retter den uneinsichtigen Wanderer aber doch überzeugen, mit ihnen zurückzukehren.

    Retter kommen gerade noch rechtzeitig

    Die Rettungsaktion hatte zuvor mehrere Studnen gedauert: Elf Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau mussten sich mit verschiedenen Ketten- und Raupenfahrzeugen und am Ende auf Tourenskiern den Weg zu den Hilfesuchenden bahnen. Ein 27-Jähriger war in so einem kritischen Zustand, dass er liegend im Akja und einem Rettungssack ins Tal gebracht werden musste. Zusammen mit einem seiner erschöpften Kameraden wurde er zur weiteren Untersuchung in die Kreisklinik Berchtesgaden gebracht.