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Bergtouren am Wochenende lieber weiter unten | BR24

© picture alliance/Tobias Hase/dpa

Wanderer blicken vom Brauneck aus auf die schneebedeckten Alpen

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    Bergtouren am Wochenende lieber weiter unten

    Nach ersten Schneefällen am vergangenen Wochenende rät der Deutsche Alpenverein (DAV) für das kommende Wochenende von Hochtouren ab. Ziele in niedrigeren Höhen sind aber möglich, vor allem am Sonntag.

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    Für dieses Wochenende rät der DAV: "Man sollte den Sonntag für eine Bergtour nutzen, muss sich aber auf starken Wind einstellen." Es ist Föhn angesagt. Im Osten ist dabei mehr Sonne zu erwarten als weiter westlich im Allgäu. Am Samstag dagegen soll das Wetter eher turbulent werden, von West nach Ost zieht eine Kaltfront mit markanter Abkühlung durch. Die Schneefallgrenze sinkt noch einmal unter 2000 Meter.

    Oben müssen Wanderer überall mit Schnee rechnen

    Ab 1.500 Metern muss man derzeit überall in den bayerischen Alpen mit Schnee rechnen. In niedrigeren Bereichen sind aber wieder so gut wie schneefreie Wanderungen möglich, schreibt der Alpenverein, dort sei das Weiß zum Großteil bereits wieder weggetaut. Es kommt jeweils auf die örtlichen Verhältnisse an, auf der Nordseite oder in Waldstücken hält sich der Schnee länger. Von Hochtouren rät der DAV für dieses Wochenende ab – auch wegen Lawinengefahr.

    Im Nationalpark sind schon Unfälle passiert

    Der Wintereinbruch vom vergangenen Wochenende hat vor allem im Allgäu viel Schnee gebracht – ein Meter Neuschnee zum Beispiel am Nebelhorn. Knapp 80 Zentimeter davon liegen noch. Auf der Zugspitze sind es derzeit noch etwa 40 Zentimeter. Der Watzmann im Nationalpark Berchtesgadener Land ist derzeit nur noch leicht mit Schnee bedeckt, die Schneedecke reicht aktuell bis unter das Watzmannhaus.

    Carolin Scheiter vom Nationalpark Berchtesgadener Land betont jedoch, dass sich die Verhältnisse schnell wieder ändern könnten: "Bereiche in niedrigeren Lagen sind wieder schneefrei. Aber besonders in schattigen Lagen hält sich der Neuschnee lange bis hinunter in Talnähe. Das kann das Begehen von eigentlich einfachen Wanderwegen sehr gefährlich machen".

    In den vergangenen Tagen seien im Nationalpark bereits mehrere Unfälle passiert. "Wir mahnen alle Wanderer zu besonderer Vorsicht!", so die Nationalpark-Sprecherin. Nach ihren Angaben muss schon ab 1.500 Metern mit Schnee gerechnet werden.

    Hütten haben teilweise früher geschlossen

    Wer plant, auf einer Hütte einzukehren, sollte sich vorab informieren, ob die noch geöffnet ist. Der frühe Schnee und das Coronavirus haben zur Folge, dass einige Hütten bereits Anfang Oktober geschlossen sind. Vergangenes Wochenende hatte es gebietsweise auf über 1.000 Metern bereits geschneit. Im Allgäu sind daher die Mindelheimer Hütte und das Waltenberger Haus bereits zu.

    Zuviel Schnee liegt hier, bei der Mindelheimer Hütte kommt noch dazu, dass sie im Kleinwalsertal liegt und damit gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für das österreichische Bundesland Vorarlberg. Die Kemptner Hütte ist nach den Schneefällen vergangenes Wochenende nur von Spielmannsau aus zu erreichen, der Heilbronner Weg ist gesperrt. In den Allgäuer Alpen schließen die meisten Hütten bis Mitte oder Ende Oktober.

    In den Chiemgauer Alpen sind fast alle Hütten noch offen

    In den Lechtaler Alpen sind nur noch die Wolfratshauser Hütte und das Edelweißhaus geöffnet. Im Wettersteingebirge sind die meisten Hütten noch geöffnet – wer auf der beliebten Höllentalangerhütte übernachten will, muss Schlafsack und Bettbezüge selbst mitbringen – wegen Corona werden keine Decken ausgelegt.

    Im Karwendelgebirge sind einige Hütten bereits zu, das Brünnsteinhaus empfängt Gäste noch bis Ende Oktober. In den Chiemgauer Alpen sind sämtliche Hütten noch geöffnet – die Priener Hütte sogar ganzjährig, außer im Advent. In den Berchtesgadener Alpen schließen die meisten Hütten um den 10. Oktober, das Carl-von Stahl Haus ist durchgehend geöffnet – außer an Heiligabend.

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