BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Bergrettung – Wer zahlt die Einsatzkosten? | BR24

© BR

Immer wieder überschätzen Bergsteiger ihre Fähigkeiten, geraten im Gebirge in ausweglose Situationen und müssen dann von der Bergwacht gerettet werden. Doch wer bezahlt die Kosten des oft aufwendigen Einsatzes?

12
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Bergrettung – Wer zahlt die Einsatzkosten?

Immer wieder überschätzen Bergsteiger ihre Fähigkeiten, geraten im Gebirge in ausweglose Situationen und müssen dann von der Bergwacht gerettet werden. Doch wer bezahlt die Kosten des oft aufwendigen Einsatzes?

12
Per Mail sharen
Teilen

Erst Mitte Oktober hatten sich zwei Bergsteiger in steilem Gelände in den Chiemgauer Alpen verstiegen und saßen im Schrofengelände fest. Ein Helikopter konnte das Ehepaar erst einen Tag später samt Hund per Rettungswinde aufnehmen und ins Tal fliegen.

Wer zahlt die Rechnung?

Besonders in Fällen wie diesen, stellt sich immer wieder die Frage, wer für diese oft sehr aufwendigen Einsätze aufkommt. Laut Bergwacht Bayern gibt es dazu ganz klare Regeln.

Notfall- oder Sondereinsatz?

Unterschieden wird zwischen Notfalleinsätzen und Sondereinsätzen. Notfalleinsätze betreffen die Rettung von erkrankten oder verletzten Bergsportlern, die ärztlich behandelt werden müssen. In diesem Fall werden die Kosten durch die Krankenkassen mit definierten Pauschalen erstattet. Von Seiten der Bergwacht fallen keine weiteren Kosten an.

Zu Sondereinsätzen mit verschieden Stufen je nach Aufwand zählen beispielsweise eine Vermisstensuche, die Rettung von unverletzten Menschen oder von Tieren. In diesem Fall zahlen die Krankenkassen nicht, der Einsatz wird der geretteten Person mit einer Pauschale in Rechnung gestellt:

1.125 Euro bei Einsätzen mit erhöhtem Aufwand, 565 Euro bei Einsätzen mit geringerem Aufwand. 280 Euro bei Einsätzen mit sehr geringem Aufwand.

Helikoptereinsatz kostet extra

Die Einsatzkosten des Helikopters kommen noch hinzu: Bis zu 90 Euro – pro Flugminute. Da hier wirklich jede Minute einzeln berechnet wird, können schnell sehr hohe Kosten entstehen.

Ist der Gerettete versichert?

Hat der Gerettete eine entsprechende Unfallversicherung, übernimmt diese in der Regel die Kosten. Falls nicht, müssen die Kosten vom Geretteten selbst bezahlt werden. Bei alpinen Vereinen ist eine derartige Versicherung meist im Mitgliedsbeitrag enthalten.