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Bergrettung: Wanderer verirren sich vermehrt | BR24

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Immer häufiger werde die Rettung alarmiert, weil sich Menschen in den Bergen verlaufen. Die Zahl der Notrufe ist gestiegen. Der Grund: Tourentipps im Internet locken viele Menschen ohne Vorbereitung in die Berge, so der DAV.

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Bergrettung: Wanderer verirren sich vermehrt

Immer häufiger werde die Rettung auch deshalb alarmiert, weil sich Menschen verlaufen, so der Deutsche Alpenverein. Er hat auch für das letzte Jahr eine Statistik unter seinen Mitgliedern über Unglücksursachen erstellt.

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Hauptursache der Notfälle waren in 47 Prozent der Fälle Stolpern, Umknicken oder Sturz, so Christoph Hummel, Sicherheitsforscher des Deutschen Alpenvereins. In mehr als einem Drittel der Fälle (33 Prozent) mussten die Menschen gerettet werden, weil sie erschöpft waren, sich nicht weiter trauten oder sich verlaufen hatten.

Ermittlung nur unter Mitgliedern

Der DAV hat deutschlandweit nach jüngsten Angaben mehr als 1,2 Millionen Mitglieder, die sich auf 356 regionale Vereine verteilen. Die Unfallstatistik wurde rein unter den eigenen Mitgliedern des DAV ermittelt.

Die Zahl der Bergrettungen hat danach deutlich zugenommen. Im Zweijahres-Berichtszeitraum wurden 1.878 Notfälle mit insgesamt 2.433 Betroffenen gemeldet. Das bedeutet gegenüber den beiden Jahren des Vorberichtszeitraums einer Steigerung sowohl der Notfälle als auch der Betroffenen (2.195 Betroffene in den Jahren 2014/2015). Das individuelle Unfallrisiko nimmt statistisch gesehen leicht ab, da es immer mehr DAV-Mitglieder und damit Bergwanderer und Bergsteigern gibt.

Tödliche Unfälle gehen immer mehr zurück

Die Zahl der tödlichen Unfälle hat unterdessen deutlich abgenommen. Bei insgesamt 61 Unfällen von Alpenvereinsmitgliedern verstarben in den Jahren 2016/2017 71 Menschen, in den Jahren 2014/2015 wurden 86 tödlich Verunfallte registriert; das ist ein Rückgang von 18 Prozent. Leicht gestiegen ist die Anzahl der Mitreiß-Unfälle. Das sind Unfälle an steilen und aperen Gletscherpassagen, wenn Bergsteigerinnen und Bergsteiger mit einem Seil verbunden bei einem Sturz die anderen mitreißen. Hier sieht die DAV eine Auswirkung des Klimawandels, da immer mehr Gletscher schneefrei und damit schwerer zu begehen sind als Gletscher mit stabilen Schneeverhältnissen.

Der DAV fordert, dass Bergführer sich hierauf einstellen und beispielsweise die Teilnehmerzahl der geführten Gruppen verringern.