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Berchtesgadener Malteser suchen Vermisste bald mit Hundestaffel | BR24

© picture-alliance/dpa/Felix Kästle

Gefunden! Rettungshund Ajka hat bei einer Übung eine vermisste Schülerin aufgespürt.

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    Berchtesgadener Malteser suchen Vermisste bald mit Hundestaffel

    Der Malteser Hilfsdienst baut im Landkreis Berchtesgadener Land eine Rettungshundestaffel auf. Die Hunde sollen als "Mantrailer" vermisste Menschen aufspüren. Nur Vierbeiner mit besonderen Eigenschaften kommen für diesen anspruchsvollen Job infrage.

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    Die Malteser im Landkreis Berchtesgadener Land wollen für alle Notfälle gerüstet sein: Deshalb baut der Hilfsdienst eine eigene Rettungshundestaffel auf. Seit vergangenem Mai laufen die Vorbereitungen, um Hund und Herrchen beziehungsweise Frauchen zu sogenannten Mantrailern auszubilden.

    Hunde werden zu "Mantrailern" ausgebildet

    Beim "Mantrailing" handelt es sich um eine Form der Personensuche, bei der der Hund – im Gegensatz zur Flächen- oder Trümmersuche – darauf spezialisiert ist, den Geruch einer bestimmten Person und den Weg, den diese genommen hat, zu verfolgen. Dazu wird dem Hund eine Tüte mit einem Gegenstand aus dem Besitz der vermissten Person (zum Beispiel ein T-Shirt) unter die Nase gehalten, damit er der Geruchsspur folgen kann. Der Hund führt die Sucharbeit ausschließlich an der Leine aus.

    Immer wieder werden Altenheimbewohner vermisst

    Nach Einschätzung der Malteser ist der Aufbau dieser "Mantrailing"-Rettungshundestaffel im Berchtesgadener Land notwendig, weil immer wieder Menschen vermisst werden. Häufig handelt es sich um (verwirrte) Bewohner von Altenheimen, die gesucht werden müssen. Eine Rettungshundestaffel wird bei Bedarf von der Integrierten Leitstelle, bei der auch alle 112-Notrufe landen, alarmiert.

    Hundestaffel startet Mitte des kommenden Jahres

    Die Ausbildung der Hunde dauert etwa drei Jahre. Derzeit sind sechs Teams aus Hund und Hundeführer(in) in Ausbildung. Nach erfolgreicher Prüfung werden die ersten drei "Mantrailer"-Teams etwa Mitte kommenden Jahres offiziell Menschen suchen dürfen.

    Rettungshunde müssen belastbar sein

    Im Dezember sind sechs weitere Hunde in Bischofswiesen offiziell auf ihre Eignung für die Rettungshundearbeit geprüft worden. Wer Rettungshund werden will, soll nicht aggressiv, aber auch nicht übertrieben vorsichtig sein. Fremden Menschen gegenüber sollen die Hunde unbefangen sein und Spielfreude, Such- und Stöberbereitschaft mitbringen. Vor allem müssen sie belastbar sein und dürfen sich nicht durch laute Geräusche, humpelnde, stürzende oder wegrennende Personen irritieren lassen.

    Für Informationen über die Rettungshundearbeit der Malteser im Berchtesgadener Land können sich Interessierte unter 08651 / 7 62 60 70 an die Kreisgeschäftsstelle wenden.