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Malachitgrün: Anklage gegen Fischzuchtbetrieb aus Freising | BR24

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Die Staatsanwaltschaft Landshut hat jetzt gegen einen Fischzuchtbetrieb aus Freising Anklage erhoben. Der Betrieb soll das in der EU verbotene Medikament Malachitgrün eingesetzt haben. Das stellt einen Verstoß gegen das Lebensmittelrecht dar.

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Malachitgrün: Anklage gegen Fischzuchtbetrieb aus Freising

Die Staatsanwaltschaft Landshut hat gegen einen Fischzuchtbetrieb aus Freising Anklage erhoben. Der Betrieb soll das in der EU verbotene Medikament Malachitgrün eingesetzt haben. Das stellt einen Verstoß gegen das Lebensmittelrecht dar.

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Die Staatsanwaltschaft Landshut hat jetzt Anklage gegen den Inhaber und einen Mitarbeiter eines Fischzuchtbetriebs aus dem Raum Freising erhoben. Im September 2018 wurden in mehreren Fischzuchtbetrieben in diesem Gebiet Fische mit der verbotenen Substanz Malachitgrün festgestellt.

Einsatz von Malachitgrün in EU verboten

Malachitgrün ist ein Arzneimittel, das eingesetzt wird, wenn Fische mit Pilzen oder Parasiten infiziert sind. In der EU ist das Medikament im Bereich der Lebensmittelproduktion aber verboten.

Haft- oder Geldstrafen möglich

Laut Staatsanwaltschaft haben der Inhaber der Fischzucht sowie sein Mitarbeiter gewusst, dass Malachitgrün verboten ist und es trotzdem eingesetzt. Deswegen geht man von Vorsatz aus. Werden die Männer verurteilt, kann das Strafmaß bei Geldstrafen anfangen und bis zu drei Jahren Gefängnis gehen.

BR-Recherchen brachten den Fall ins Rollen

Im März hatte der Bayerische Rundfunk die Belastung von Fischen in Moosach und Isar mit Malachitgrün aufgedeckt. Geschädigte sind nicht nur Verbraucher, die die Fische gegessen haben, sondern auch Angler und Fischzüchter.

Medikament zufällig bei Reinigungsarbeiten ins Wasser gelangt?

Die Angeklagten hatten bei ihrer Vernehmung erklärt, dass das Malachitgrün zufällig bei Reinigungsarbeiten ins Wasser gelangt war. Auch bei weiteren Fischzuchtbetrieben in der Umgebung waren Fische mit Malachitgrün belastet. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass möglicherweise der Wasseraustausch der Teiche daran schuld ist.