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Belastetes Trinkwasser in Gersthofen: Keime identifiziert | BR24

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In Gersthofen machen sich zurzeit viele Menschen Sorgen, weil das Trinkwasser mit Keimen belastet ist. Fachleute haben Wasserproben untersucht - jetzt gibt es ein Ergebnis.

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Belastetes Trinkwasser in Gersthofen: Keime identifiziert

Das Wassernetz der Stadt Gersthofen ist mit coliformen Keimen belastet. Das ergab laut Stadtverwaltung eine Laboruntersuchung. Seit Mittwoch gilt für Gersthofen mit allen Ortsteilen und für den Gablinger Ortsteil Holzhausen ein Abkochgebot.

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Seit Mittwoch sind die Bewohner von Gersthofen dazu angehalten, ihr Trinkwasser abzukochen, weil Keime im Wasser gefunden worden sind. Nachdem ein Laborbefund jetzt gezeigt hat, dass es sich um coliforme Keime handelt, will die Stadt weiter nach der Ursache suchen - gemeinsam mit dem Landratsamt Augsburg und dem staatlichen Gesundheitsamt.

Trinkwasser weiter abkochen

Gersthofens Zweiter Bürgermeister Stefan Buck erklärte, solange das Abkochgebot beachtet werde, bestehe keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung. Die Stadt weist in einer schriftlichen Mitteilung darauf hin, dass für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden ausschließlich abgekochtes Leitungswasser verwendet werden soll.

"Zum Abkochen von Trinkwasser muss dieses einmalig sprudelnd aufgekocht werden und dann langsam über mindestens 10 Minuten abkühlen." Mitteilung der Stadt Gersthofen

Duschen und Baden sowie Haarewaschen sei bedenkenlos möglich, "sofern Augen und Mund dabei geschlossen gehalten werden", so der Zweite Bürgermeister, Stefan Buck.

Gersthofen: Nicht mit Mandichosee verwechseln!

Buck berichtet außerdem von Verwechslungen mit der Situation am Mandichosee in Merching. Dort starb mindestens ein Hund durch ein von Blaualgen produziertes Nervengift. Buck betonte, dass es sich im Trinkwassernetz von Gersthofen um coliforme Keime handle und bittet die Bürgerinnen und Bürger, "diese beiden Bereiche nicht zu vermischen."