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PFC-belastete Bundeswehr-Standorte: SPD will mehr Infos | BR24

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SPD will mehr Infos zu Chemikalien-Problemen an Bundeswehrstandorten

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PFC-belastete Bundeswehr-Standorte: SPD will mehr Infos

Viele Bundeswehr-Standorte in Bayern sind mit gefährlichen PFC-Stoffen belastet. Die SPD im Landtag fordert nun das Umweltministerium auf, alle Daten und Fakten im Internet zu veröffentlichen.

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Recherchen des Bayerischen Rundfunks haben ergeben, dass die Böden an mehreren bayerischen Bundeswehr-Standorte mit gesundheitsschädlichen PFC-Chemikalien belastet sind. Die SPD im Landtag sieht nun die Staatsregierung in der Pflicht. Florian von Brunn, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion, forderte am Dienstag: "Die zuständigen Landesbehörden wie das Landesamt für Umwelt und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit müssen ab jetzt alle Fakten im Internet veröffentlichen."

Laut von Brunn gibt es an 20 aktuellen und 27 ehemaligen Bundeswehr-Standorten im Freistaat "chemische Verseuchungen und Altlasten" im Boden und im Grundwasser. Ein Beispiel ist der Militär-Standort im oberbayerischen Manching, wo jahrelang wahrscheinlich krebserregende Stoffe ins Grundwasser gesickert sind.

"Massive Einschränkung der Lebensqualität"

Aktuell würden in Manching die Interessen der Bundeswehr über die der Bevölkerung gestellt, findet der Pfaffenhofener Kreisrat Markus Käser (SPD). Er spricht von einer "massiven Einschränkung der Lebensqualität". Die Menschen würden nicht mehr in ihrem Weiher baden und keine Fische aus der Gegend essen. In angrenzenden Ortsteilen dürfen Anwohner ihre Gärten zudem nicht mehr mit Brunnenwasser gießen.

Im Mai wollen viele Manchinger Bürgerinnen und Bürger gegen die PFC-Belastung demonstrieren. Die Bundeswehr hat inzwischen offenbar erste Schritte zur Sanierung beantragt. Die Kontaminationen im Boden stammen von PFC-haltigen Löschschäumen, die die Bundeswehrfeuerwehr jahrzehntelang am nahe gelegenen Flugplatz eingesetzt hat.