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Bekommt Metten eine George-Floyd-Straße? | BR24

© dpa/BRbearbeitet

Ein Straßenschild mit dem Namen des bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaners George Floyd (bearbeitetes Symbolbild)

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    Bekommt Metten eine George-Floyd-Straße?

    Der Marktgemeinderat in Metten (Lkr. Deggendorf) wird heute darüber entscheiden, ob eine Straße in dem niederbayerischen Ort in "George-Floyd-Straße" umbenannt werden soll. Ein Bürger hatte den Antrag gestellt.

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    Heute Abend stimmt der Marktgemeinderat im niederbayerischen Metten (Lkr. Deggendorf) darüber ab, ob eine Straße in dem Ort demnächst den Namen "George-Floyd-Straße" tragen soll. Das hat Reinhold Augustin, der Geschäftsleiter des Marktes Metten, dem BR bestätigt. Der Vorschlag dazu sei von einem Bürger gekommen.

    Verwaltungsleiter sieht keinen Ortsbezug

    Per E-Mail sei der Antrag beim Bürgermeister eingegangen. "Das wird jetzt aufgegriffen und fachlich abgehandelt. Aber eigentlich sollten Straßennamen einen örtlichen Bezug haben", meint Augustin. Einen Bezug zu Metten sehe er nicht. "Natürlich ist der Todesfall des Afroamerikaners George Floyd in den USA schlimm und mit nichts zu rechtfertigen." Aber man kenne die Vorgeschichte nicht, sagt der Leiter der Verwaltung weiter.

    Hoher Verwaltungsaufwand befürchtet

    Eine neugebaute, namenlose Straße gibt es aktuell nicht in dem Ort. Deshalb müsste eine Straße umbenannt werden, was einen großen Verwaltungsaufwand bedeuten würde. "Ein deutschlandweit einzigartiger Vorschlag", meint Reinhold Augustin. 16 Gemeinderäte und der Bürgermeister werden heute Abend in Metten über den Vorschlag abstimmen.

    Straßenschilder überklebt

    Welchen Hintergrund der antragstellende Bürger hat ist nicht bekannt. Auch machte er keinen Vorschlag, welche Straße umbenannt werden soll. In Stuttgart oder Berlin wurden bereits Straßen- beziehungsweise U-Bahn-Schilder mit George-Floyd-Transparenten überklebt.

    Der 46-jährige Afroamerikaner George Floyd war am 25. Mai durch Polizeigewalt in Minneapolis in den USA gestorben. Ein Video des Vorfalls ging um die Welt und löste heftige Proteste gegen Rassismus aus.

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