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Bei hohen Infektionszahlen: Maskenpflicht auch am Arbeitsplatz | BR24

© picture alliance/Geisler-Fotopress

Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Infektionen hat Bayern die Maßnahmen noch einmal verschärft.

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    Bei hohen Infektionszahlen: Maskenpflicht auch am Arbeitsplatz

    Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Infektionen hat Bayern die Maßnahmen noch einmal verschärft. Ab heute gilt nun auch die Maskenpflicht am Arbeitsplatz in betreffenden Regionen – und zwar ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35.

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    Was viele Arbeitgeber ohnehin schon angeordnet hatten, wird nun für alle verbindlich: Der Mund-Nase-Schutz ist ab heute überall in Werkshallen und Büros zu tragen, sobald man auf dem Gelände unterwegs ist: Insbesondere in Fahrstühlen, Kantinen und Eingängen sowie auf den Fluren, heißt es in der gestern verabschiedeten Änderung der Infektionsschutzmaßnahmen in Bayern.

    Maskenpflicht bei überschrittenem Frühwarnwert

    Die Maskenpflicht an der Arbeitsstelle gilt seit heute in allen Städten und Landkreisen ab einem Corona-Inzidenzwert von 35. Am konkreten Arbeitsplatz hingegen darf man die Maske abgelegen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern zu den Kollegen eingehalten werden kann.

    Von der Tragepflicht befreit werden können nach wie vor Menschen, die gesundheitliche Probleme durch die Masken bekommen würden.

    Söder sieht Föderalismus an seinen Grenzen

    Grund für die Verschärfung der Schutzmaßnahmen ist die deutliche Dynamik bei den Corona-Neuansteckungen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert nun auch bundesweit eine solche Maskenpflicht an der Arbeitsstätte. "Wir brauchen eine allgemeine Maskenpflicht national. Ich bin ein überzeugter Föderalist, aber ich glaube, dass der Föderalismus zunehmend an seine Grenze stößt", sagte Söder am Montag vor einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands in Nürnberg.

    Auch Grundschüler müssen bei hohen Werten Maske tragen

    In Kitas und Schulen können die bayerischen Städte und Landkreise ab einem Inzidenzwert von 35 ohnehin schon strengere Maßnahmen anordnen: So gilt bereits vielerorts eine Maskenpflicht auch am Sitzplatz – sowohl in der Grundschule wie auch an den weiterführenden Schulen.

    "Die Stärke unserer Regeln liegt darin, dass wir individuell auf die Lage vor Ort reagieren können. Das soll uns helfen, einen landesweiten Lockdown möglichst zu vermeiden." Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU)

    💡 Warum gibt es Abweichungen in den Inzidenzzahlen?

    Die 7-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Infektionen pro 100.000 Einwohner im Verlauf der vergangenen sieben Tage festgestellt wurden.

    Die bayerischen Gesundheitsämter melden ihre aktuellen Zahlen täglich an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Das LGL wiederum meldet an das Robert-Koch-Institut (RKI).

    Durch den Meldeprozess kommt es zu kleinen Verzögerungen und zeitweise unterschiedlichen Zahlenangaben. So ist es möglich, dass eine Institution noch eine ältere Inzidenzzahl online ausweist, während an anderer Stelle bereits neuere Zahlen bekannt gegeben werden.

    Ob strengere Beschränkungen in Kraft treten, richtet sich laut bayerischem Gesundheitsministerium immer nach dem höheren Wert. (Erklärt von Heike Westram, BR Wissen)

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