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Roboter der TU München
© Uli Benz/TU München

Autoren

Christian Sachsinger
© Uli Benz/TU München

Roboter der TU München

Sami Haddadin ist Bayerns neuer Hoffnungsträger, wenn es um intelligente Maschinen geht. Der 38-Jährige Professor baut seit dem Sommer die Munich School of Robotics and Machine Intelligence auf, ein internationales Wissenszentrum in der Münchner Innenstadt: "Die ersten Labore sind bezogen, es sind etwa 40 Mitarbeiter schon da, erste Projekte laufen schon. Wir sind schon jetzt über alle Fakultäten 50 Kollegen die sich mit dem Thema beschäftigen."

… also neben den 40 permanenten Mitarbeitern wirken Professoren von anderen Lehrstühlen der TU München und bald auch von anderen Universitäten mit. Gute Wissenschaftler nach Deutschland zu locken, sei wegen der aktuellen Politik in den USA so leicht wie nie zuvor, glaubt Haddadin.

Roboter keine Konkurrenz für Menschen

Themen für die Münchner Robotik-Hochschule sind zum Beispiel wie sich das erlernte Wissen eines Roboters auf einen anderen übertragen lässt oder wie eine mechanischen Hand mit menschenähnlichem Tastsinn ausgestattet werden kann. Den Vorwurf, dass Roboter dem Menschen die Arbeit abnehmen, findet Haddaadin falsch: "Die Roboter sind lernfähige smarte Werkzeuge für die Fachkräfte, aber es sind keine Fachkräfte. "

Reizvoll ist für Sami Haddadin die Idee einer eigenen Messe für maschinelle Intelligenz in Bayern. Dafür sei jetzt ein guter Zeitpunkt, nach dem Ende der großen Computermesse Cebit in Hannover.