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Behinderten sexuell misshandelt: Bewährung für drei Frauen | BR24

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Weil sie einen geistig behinderten 19-Jährigen schwer misshandelt und sexuell genötigt haben, wurden drei Frauen zu Bewährungsstrafen veruteilt.

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    Behinderten sexuell misshandelt: Bewährung für drei Frauen

    Sie haben einen geistig behinderten 19-Jährigen schwer missbraucht und sexuell genötigt. Das Amtsgericht Kitzingen hat drei junge Frauen nun, nach Jugendstrafrecht, zu Bewährungsstrafen verurteilt. Zuvor hatten die Angeklagten umfangreich gestanden.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Zum Tatzeitpunkt waren die drei Mädchen 14 und 16 Jahre alt. Das Amtsgericht Kitzingen hat die jungen Frauen nun, etwa drei Jahre nach der Tat, jeweils zu Bewährungsstrafen verurteilt. Sie waren angeklagt, weil sie einen geistig behinderten 19-Jährigen schwer misshandelt und sexuell genötigt haben.

    Laut Gericht besondere Schwere der Schuld

    Die heute 17-Jährige und die zwei 19-Jährigen wurden wegen der Schwere der Schuld jeweils zu einem Jahr Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Eine der 19-Jährigen erhielt zudem eine Geldauflage von 1.000 Euro, die beiden anderen müssen jeweils 80 Stunden soziale Arbeit ableisten.

    Frauen haben Tat umfangreich gestanden

    Laut einer Gerichtssprecherin haben alle drei Frauen umfangreich gestanden. Deswegen, und weil die Tat bereits drei Jahre zurückliegt, sei die Strafe relativ mild ausgefallen, sagte der Vorsitzende Richter dem Evangelischen Pressedienst. Im Erwachsenenstrafrecht betrage die Mindeststrafe für besonders schwere sexuelle Nötigung fünf Jahre Haft. Die Verhandlung fand vor dem Jugendschöffengericht in Kitzingen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

    Misshandlungen mit Handy gefilmt

    Die Anklage lautete: Gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung mit besonders schwerer sexueller Nötigung. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die drei jungen Frauen ihr Opfer in einem Partyraum ausgezogen und mit Klebeband gefesselt hatten. Danach sollen sie den jungen Mann geschlagen, getreten und sexuell missbraucht haben. Ihre Taten filmten die verurteilten Frauen mit ihrem Handy. Erst als ein unbeteiligter Dritter in den Raum kam, ließen die Mädchen von ihrem Opfer ab.

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