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Beherbergungsverbot: Tourismus-Verband Ostbayern sieht Probleme | BR24

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Das Bayerische Kabinett hat ein Besuchsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots erlassen. Der Tourismus-Verband befürchtet eine Belastung für die Gastgeber.

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Beherbergungsverbot: Tourismus-Verband Ostbayern sieht Probleme

Nach dem Lockdown im Landkreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen hat das Bayerische Kabinett ein Besuchsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots erlassen. Der Tourismus-Verband Ostbayern sieht dabei aber auch Probleme für die Gastgeber.

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Das bayerische Kabinett hat Hotels und Pensionen die Beherbergung von Menschen untersagt, wenn diese aus Landkreisen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den zurückliegenden sieben Tagen stammen. Hintergrund ist die hohe Zahl von Neuinfektionen im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen. Der Tourismus-Verband Ostbayern sieht Probleme bei der praktischen Umsetzung der Regelung.

Tourismus-Verband: Probleme bei Storno-Gebühren

Es sei leicht gesagt, dass niemand aus einem betroffenen Gebiet anreisen darf. Denn gerade die praktische Umsetzung des Beherbergungsverbots sei schwierig, sagte Michael Braun, Chef des Tourismusverbands Ostbayern im Bayern1-Interview. Gastgeber müssten täglich prüfen, ob es irgendwo in Deutschland neue Corona-Hotspots gibt. Dann müssten sie schauen, aus welchem Landkreis der Gast kommt. Außerdem könne das Verbot Probleme bei den Storno-Gebühren machen. Wenn ein Gastgeber absagt, dann werde der abgewiesene Gast nicht bereit sein, eine Storno-Gebühr zu bezahlen. Eine genaue Anweisung zu dem Verbot aus der Staatskanzlei oder dem Wirtschaftsministerium gebe es bislang noch nicht, so Braun.

Hotelier begrüßt Beherbungsverbot als zeitlich begrenzte Maßnahme

Die Gesundheit gehe vor, deshalb sei er mit der Regelung einverstanden, sagte Markus Schmelmer, der ein Hotel in St. Englmar betreibt. Eine Stigmatisierung von Menschen aus betroffenen Landkreisen sehe er nicht, so Schmelmer zu Bayern1. Mit kurzfristigen Maßnahmen wie dem Beherbungsverbot könne verhindert werden, dass sich das Corona-Virus weiter ausbreitet.

Verbot nach Lockdown im Kreis Gütersloh

Nach dem Ausbruch des Virus in einem Schlachthof der Firma Tönnies hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet einen Lockdown über den gesamten Kreis Gütersloh verhängt. Dieser gilt zunächst bis zum 30. Juni. Im Anschluss hatte das Bayerische Kabinett ein vorübergehendes Besuchsverbot für Gäste aus besonders betroffenen Gebieten verhängt.