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Corona: Arzt aus Hengersberg weist Vorwürfe zurück | BR24

© dpa/ picture alliance

Corona-Test Symbolbild.

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    Corona: Arzt aus Hengersberg weist Vorwürfe zurück

    Nach den Vorwürfen gegen einen Arzt aus Hengersberg, trotz Corona-Symptomen praktiziert zu haben, nimmt dieser nun erstmals Stellung. Er weist alle Anschuldigungen zurück.

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    Nachdem das Landratsamt Deggendorf einen Arzt in Hengersberg beschuldigt hat, mit Corona-Symptomen praktiziert und damit mindestens fünf Personen mit Corona infiziert zu haben, weist der Arzt im BR alle Schuld von sich. Er bestreitet, verantwortungslos gehandelt zu haben.

    Das Landratsamt geht davon aus, dass sich der Arzt krank fühlte und wohl auch weitere Hinweise hatte, dass er sich mit Corona angesteckt haben könnte. Nach Behördenangaben befand er sich wenige Tage zuvor auf einer Feier in Tschechien. Dort sollen sich positiv Getestete befunden haben. Trotzdem habe er weiter praktiziert.

    Erst im Nachhinein sind Symptome aufgefallen

    Den Vorwurf, Symptome gehabt zu haben, weist der Arzt allerdings zurück. Er habe keine Symptome an sich bemerkt. Erst nachdem er das Testergebnis kannte, sei ihm aufgefallen, dass er sich in den Tagen zuvor abends leicht abgeschlagen gefühlt habe. Als krank hätte er sich jedoch nicht eingestuft.

    Nachdem es im Bekanntenkreis einen positiven Covid-Fall gegeben hat, habe er sich getestet Er wollte ohne konkreten Verdacht auf der sicheren Seite sein, so der Arzt. Nachdem der Test positiv ausfiel, schloss er die Praxis und begab sich in Quarantäne, bestätigt der Arzt dem BR.

    Mediziner bedauert, Patienten in Gefahr gebracht zu haben

    Das Landratsamt sieht außerdem als Indiz, dass der Arzt mit einer FFP2-Maske praktiziert hat. Auch diese Unterstellung weist der Arzt von sich. Er habe in seiner Praxis sowie bei Hausbesuchen schon länger grundsätzlich eine solche Maske getragen, obwohl das nicht vorgeschrieben ist.

    Es täte es ihm sehr leid, dass seine Patienten in Gefahr gebracht wurden. Laut Landratsamt sind fünf Kontaktpersonen des Mediziners positiv getestet, diese hätten mit rund 275 weiteren Personen Kontakt gehabt, die nun unter Quarantäne sind. Die Ergebnisse ihrer Tests werden demnächst erwartet.

    Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Körperverletzung

    Neben einer angekündigten Strafanzeige des Deggendorfer Landrats Christian Bernreiter (CSU) prüft auch die Staatsanwaltschaft Deggendorf Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Das sagte der leitende Oberstaatsanwalt Rudolf Helmhagen dem BR. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, könnte dem Arzt eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren drohen.

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