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Bedford-Strohm: Große Gottesdienste müssen abgesagt werden | BR24

© picture-alliance/dpa Frank Hoemann/ SVEN SIMON

Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

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    Bedford-Strohm: Große Gottesdienste müssen abgesagt werden

    Noch nie hat sich der evangelische Landesbischof sich über eine sogenannte Kanzelabkündigung an die Gemeinden gewandt. Doch die Corona-Krise stellt auch die Kirchen vor große Probleme, Heinrich Bedford-Strohm will nun große Gottesdienste absagen.

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    In dem heute veröffentlichten Schreiben, das am Sonntag in allen Gottesdiensten in Bayern verlesen werden soll, erklärt Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dass sich die evangelische Kirche an den "allgemeinen Präventionsbemühungen gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus" beteilige. Kirchliche Veranstaltungen und große Gottesdienste müssten abgesagt werden, so der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland.

    Landessynode verschoben

    Die Bayerische Landessynode, die Ende dieses Monats in Bayreuth stattfinden sollte, wurde bereits verschoben. Andere Landeskirchen empfehlen ihren Gemeinden, Konfirmationen auf die Zeit nach den Sommerferien zu verlegen.

    "Kraft, Liebe und Besonnenheit" notwendig

    Den Christen empfiehlt Bedford-Strohm in diesen Tagen "Kraft, Liebe und Besonnenheit". Die Besonnenheit, auf eine Umarmung oder einen Handschlag zu verzichten. "Rücksicht auf andere" sei noch wichtiger als die "eigene Gelassenheit". Es gelte jetzt das "Richtige zu tun, um Gefahren für die Zukunft zu vermeiden".

    Gleichzeitig fordert Bedford-Strohm zu Besinnung und Gebet auf. Die Kirche denke jetzt besonders an Menschen, "die gesundheitlich mit den Folgen des Virus kämpfen" und "die spürbar unter den wirtschaftlichen Konsequenzen des Virus zu leiden haben".

    Deutliche Einschränkungen auch bei katholischen Feiern

    Auch das Erzbistum München und Freising sagt große kirchliche Feiern ab: Betroffen ist etwa der Kreuzweg der Nationen, eine Großveranstaltung, die jedes Jahr mit hohem organisatorischen Aufwand durchgeführt wird. Dabei ziehen Tausende Gläubige aus vielen Nationen durch die Münchner Innenstadt.

    Firmungen verschoben

    Verschoben wurden auch alle Firmungen, die bis Ostern geplant waren – generell sollen Veranstaltungen, bei denen mit einer hohen Dichte von Gläubigen gerechnet wird, verschoben werden. Entscheidend sei der Rahmen, in dem die Veranstaltung stattfinden solle.

    Beerdigungen finden statt

    Gleichzeitig verweist man auf den "Kernauftrag" der Kirche, dazu gehöre auch die Sorge für Kranke und Sterbende. Deshalb soll es auf alle Fälle Beichten und Krankensalbungen geben, außerdem sollten Beerdigungen auf alle Fälle stattfinden.

    Keine großen Hochzeiten und Taufen

    Taufen und Hochzeiten könnten stattfinden – allerdings nur im kleinen Kreis und unter Beachtung der Hygienevorgaben.