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Beben in Bayern: Wer mit wem regieren könnte | BR24

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Markus Söder (CSU) und Hubert Aiwanger (FW) am Wahlabend

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Beben in Bayern: Wer mit wem regieren könnte

Nach der Wahlurne steht der Rechenschieber im Fokus: Wer könnte, wer will mit wem? Die "Große Koalition" - eine Koalition der Wahlverlierer - hätte in Bayern nur eine knappe Mehrheit. Wahrscheinlicher ist ein anderes Bündnis.

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"Mir reicht der Blick nach Berlin", so SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen auf die Frage, ob sie sich ein bayerisches Regierungsbündnis mit der CSU vorstellen könnte. Die einzige wirklich "große Koalition" wäre im Freistaat ohnehin Schwarz-Grün. Doch dass es dazu kommt, ist inhaltlich schwer vorstellbar - erst recht nach den letzten Aussagen der Protagonisten. Ministerpräsident Markus Söder griff gleich in seinem ersten Statement nach Schließung der Wahllokale Grünen-Chef Robert Habeck an; der schoss postwendend zurück: Er wisse nicht, was in Herrn Söder gefahren sei - "es ist sicher ein schwerer Abend für ihn". Immerhin: Grünen-Spitzenkandidat Ludwig Hartmann, dessen Abend weit erfreulicher verlief als der Söders, verzichtete danach in der "Münchner Runde" auf weitere Scharmützel.

„Wir sind ganz pragmatische Grüne und haben eine starke Verankerung in der Kommunalpolitik“. Ludwig Hartmann

Die CSU hat die Wahl: Die vier denkbaren Koalitionen

So sehr der Verlust der absoluten Mehrheit schmerzt: Die Auswahl der CSU an potentiellen Koalitionspartner ist beachtlich. Denn außer für Schwarz-Grün, für Schwarz-Rot und für ein Bündnis der CSU mit der AfD - das Markus Söder explizit ausgeschlossen hat - würde es auch für Schwarz-Orange reichen.

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Sitzverteilung im Bayerischen Landtag (Vorläufiges Endergebnis)

Aiwanger bringt sich in Position

Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat vor wie nach der Wahl keinen Zweifel daran gelassen, dass er ein Regierungsbündnis mit der CSU anstrebt: "Die sollen sich bei uns melden." Dann will Aiwanger der CSU "machbare Vorschläge" vorlegen.

"Und ich bin überzeugt, die CSU wird anbeißen." FW-Chef Hubert Aiwanger

Der Gefahr, als kleinerer Partner zerrieben zu werden, ist sich Aiwanger freilich bewusst:

„Wenn wir Hinweise bekommen, dass die uns um die Ecke bringen wollen, steige ich hier aus“

Ministerpräsident Markus Söder sprach sich für eine "bürgerliche Koalition" aus - womit er trotz des sehr bürgerlichen Profils ihrer Wähler nicht die Grünen meinte. Auch CSU-Chef Seehofer betonte am Abend, er präferiere ein Bündnis mit den Freien Wählern.

Es reicht für zwei

CSU und Freie Wähler hätten eine Mehrheit von mindestens zehn Sitzen - eine ausreichend stabile Mehrheit. Daran wird sich nicht mehr viel ändern. Die FDP wird, wenn sie den Einzug ins Maximilianeum schafft, wohl auf den Oppositionsbänken Platz nehmen.

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Ludwig Hartmann und Hubert Aiwanger in der "Münchner Runde"