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Bayern

BBV und Fleischerinnung gegen höhere Mehrwertsteuer bei Fleisch | BR24

© BR/Andreas Wenleder

Fleischtheke (Symbolbild)

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    BBV und Fleischerinnung gegen höhere Mehrwertsteuer bei Fleisch

    Die Einführung einer Fleischsteuer zur Finanzierung einer besseren Tierhaltung sehen auch Bauern in der Oberpfalz kritisch. Die Landwirte zweifeln, ob die Mehreinnahmen durch so eine Steuer auch wirklich den Tieren zugute kommen.

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    In der Diskussion um eine höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch hat der Präsident des Bezirks Oberpfalz des Bayerischen Bauernverbands, Josef Wutz, den Vorschlag kritisiert. Im Gespräch mit dem BR betonte er, er halte eine Mehrwertsteuererhöung nicht für den richtigen Weg.

    Mehrwertsteuer rauf - Erzeugerpreise runter?

    Unter anderem bezweifelte Wutz, selbst Chef eines Milchviehbetriebs im Landkreis Cham, dass die Mehreinnahmen tatsächlich für Maßnahmen zum Tierwohl eingesetzt werden. Gleichzeitig betonte er, dass die Landwirte bereit seien, mehr dafür zu tun, dass es ihren Tieren gut geht. Es sei in diesem Punkt schon viel geleistet worden. Wutz verwies in diesem Zusammenhang auf die Initiative Tierwohl, in deren Rahmen ein Anteil aus dem Verkaufspreis der Produkte an die Landwirte verteilt wird, die daran arbeiten, das Tierwohl in ihren Ställen zu verbessern.

    Außerdem befürchtet der Oberpfälzer BBV-Bezirkspräsident, dass eine höhere Steuer sinkende Erzeugerpreise zur Folge haben könnte, um den Preis in den Läden auf einem ähnlichen Niveau wie jetzt zu halten. Man leide schon jetzt unter enormem Preisdruck, unter anderem, weil die Iren mit Blick auf den bevorstehenden Brexit mit günstigem Fleisch auf die innereuropäischen Märkte drängen würden.

    Billiges Fleisch aus anderen Ländern

    Kritik übte Wutz auch an der Politik: Während in Deutschland über die Mehrwertsteuer auf Fleisch diskutiert werde, würden auf der anderen Seite Abkommen zum Beispiel mit den USA und südamerikanischen Ländern geschlossen, durch das billiges Fleisch ins Land komme, bei dem niemand hinterfrage, zu welchen Bedingungen die Tiere gehalten würden.

    Auch der Obermeister der Fleischerinnung Regensburg, Werner Muggenthaler, lehnt eine Mehrwertsteuererhöhung auf Fleisch ab. Dies sei in seinen Augen das falsche Signal, sagte er dem BR.

    "Fleisch gehört zu den Grundnahrungsmitteln. Eine Erhöhung der Steuer verzerrt noch mehr den Wettbewerb zwischen Discountern und dem Metzgerhandwerk. Diese Steuer muss ich praktisch ein zu eins weitergeben an meine Kundschaft. Dann wird Fleisch und Wurst noch teurer und der Discounter kann es weiterhin vermutlich günstiger anbieten." Obermeister der Fleischerinnung Regensburg, Werner Muggenthalter