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Leiche in Bayreuth: Messer und Hammer mögliche Tatwaffen | BR24

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BR-Reporter Lorenz Storch gibt in der Bayern-1-Sendung "Mittags in Franken", die Informationen wieder, die bei der Pressekonferenz der Polizei in Bayreuth veröffentlicht wurden.

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Leiche in Bayreuth: Messer und Hammer mögliche Tatwaffen

Über eine Woche nach dem Fund einer Leiche auf einem Radweg in Bayreuth hat die Polizei noch keine Spur von einem Täter. In einem erneuten Zeugenaufruf stellt die Soko konkrete Fragen an die Bevölkerung und gibt Details zur Tatwaffe bekannt.

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Von
  • Simone Schülein
  • Lorenz Storch

Im Fall des Leichenfundes auf einem Bayreuther Radweg im Stadtteil Oberkonnersreuth vor mehr als einer Woche, haben die Soko Radweg und die Staatsanwaltschaft Bayreuth in einer gemeinsamen Pressekonferenz um weitere konkrete Hinweise aus der Bevölkerung gebeten. Noch immer ist unklar, wie und durch wen der Mann zu Tode kam. Dennoch hat die Polizei nun einzelne Details der Ermittlungen veröffentlicht.

Hier war das Opfer in Bayreuth unterwegs

Wie die Ermittlungen bisher ergeben hätten, war das 24-jährige Opfer in der Nacht zum Mittwoch, dem 19. August, gegen Mitternacht mit seinem Fahrrad aus dem Emil-Warburg-Weg im Bayreuther Stadtteil Birken aufgebrochen. Um 0.48 Uhr fanden zwei Passanten den leblosen Mann auf dem Fuß- und Radweg zwischen der Dr.-Konrad-Pöhner-Straße und der Fraunhoferstraße in Oberkonnersreuth.

Messer als mögliche Tatwaffe

Außerdem bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft, dass die Leiche Spuren massiver Gewalteinwirkung durch ein Messer aufwies. Zudem wurde in der Nähe des Tatorts ein Hammer gefunden. Ob dieser als Tatwaffe gilt, wollten die Ermittler aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

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Bittet um Hinweise aus der Bevölkerung: die Soko Radweg.

Soko Radweg: Wer hat konkrete Beobachtungen gemacht?

Die Soko Radweg sucht nun Personen, die in jener Nacht auf möglichen Strecken zwischen Start und Auffindeort unterwegs waren. Dabei könnten Beobachtungen jeglicher Art für die Ermittlungen relevant sein, so die Polizei. Ebenso ist die Soko an weiteren, auffälligen Ereignissen aus der Vergangenheit im gesamten Stadtgebiet interessiert.

Die konkreten Fragen der Soko Radweg an die Bevölkerung:

  • Wer war in der Nacht zum Mittwoch in den Bereichen zwischen dem Emil-Warburg-Weg und der Fraunhoferstraße unterwegs?
  • Wem sind am Abend des 18.08.20 oder in der darauffolgenden Nacht Personen aufgefallen?
  • Wer hat an diesem Abend etwas Auffälliges beobachtet?
  • Wer hat sonst auffällige Beobachtungen in der Vergangenheit im Bayreuther Stadtgebiet gemacht, die im Zusammenhang stehen könnten?

Hinweis-Telefon der Polizei Oberfranken

Die Soko bittet in diesen Fällen, sich bei dem Hinweis-Telefon unter der Telefonnummer 0921-5062444 zu melden. Laut Polizei laufen die Ermittlungen weiterhin in alle Richtungen. Über 30 Polizistinnen und Polizisten aus mehreren oberfränkischen Kriminalpolizeidienststellen arbeiten in der Soko Radweg. Bisher hat die Polizei jedoch keine heiße Spur.

Ermittlungen im Umfeld des Opfers

Die Ermittlungen der Soko Radweg erstrecken sich neben dem unmittelbaren Umfeld des Täters und Beobachtungen in der Tatnacht auch auf Fälle unspezifischer Aggression im Stadtgebiet von Bayreuth. Als Beispiel nannte die Polizei einen Vorfall in den Stunden vor der Tat, bei dem Zeugen über eine Auseinandersetzung mit einem Hammer im Stadtteil Kreuz berichtet haben. Dort soll an einer Kreuzung der Karl-Hugel-Straße ein junger Mann einen ihm offenbar Unbekannten verfolgt und einen Hammer über dem Kopf geschwungen haben.

Weitere Spuren: Zeugen beobachten Pöbelei

Bei einem zweiten Vorfall am Samstag, den 15.08, vor der Tat hatte eine Zeugin nach Polizeiaussagen einen Streit zwischen einem Radfahrer und einem Fußgänger beobachtet, der ihn auf dem Radweg in der Universitätsstraße massiv anpöbelte. In beiden Fällen bitten die Ermittler, dass sich Zeugen und Opfer der Aggressionen melden. Außerdem fragt die Polizei nach ähnlichen Ereignissen.

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