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Bayreuther Hochbrücke: IHK fordert Verkürzung der Bauzeit | BR24

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Soll vier Jahre dauern: die Arbeiten an der Hochbrücke in Bayreuth.

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    Bayreuther Hochbrücke: IHK fordert Verkürzung der Bauzeit

    Weil die geplante Umgestaltung einer Brücke in Bayreuth vier Jahre lang dauern soll, sorgt sich die IHK um das Geschäft der umliegenden Unternehmen – und fordert daher mehr Nachtarbeiten. Lärmschutz und Lichtverhältnisse sprechen allerdings dagegen.

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    Seit 1972 steht in Bayreuth die sogenannte Hochbrücke, die den Verkehr aus der Stadt leiten soll. Nun soll das Bauwerk erneuert werden. Weil die Brücke sowohl an die Anschlussstelle der A9 sowie an ein Industriegebiet grenzt, fürchtet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Oberfranken, dass die Bauarbeiten die umliegenden Unternehmen beeinträchtigen können.

    IHK Oberfranken fordert Halbierung der Bauzeit

    In einem Schreiben fordert die IHK deshalb, die geplante Bauzeit von vier Jahren zu verkürzen. Durch die Einrichtung von Tages- und Nachtbaustellen in festen Zeitfenstern könne die Bauzeit nahezu halbiert werden, so Jörg Lichtenegger, IHK-Vizepräsident. Dabei gehe es nicht nur um den Lieferverkehr von großen Unternehmen in Autobahnnähe, sondern auch um die Mitarbeiter, die zur Arbeit pendeln müssen.

    Bauarbeiten müssen Lärmschutz gewähren

    Man befinde sich diesbezüglich in einem Spagat zwischen verschiedenen Interessen, erklärte indes Thomas Pfeifer, Leiter der Bayreuther Dienststelle der Autobahndirektion Nordbayern, dem BR auf Nachfrage. Als Auftraggeber sei man zwar an einem straffen Zeitplan interessiert, müsse aber auch auf Anwohner Rücksicht nehmen und den Lärmschutz im Blick haben. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, die Anwohner zu kontaktieren, um die Bauarbeiten um "ein paar Monate" zu verkürzen, so Pfeifer.

    Nachtarbeiten sind nicht immer möglich

    Ein konsequentes Nachtarbeiten könne man allerdings auch deshalb nicht anordnen, da ansonsten die Bauqualität darunter leiden könnte, erklärt Pfeifer. Man könne Baustellen zwar ausleuchten, aber bei bestimmten Arbeiten sei Tageslicht zwingend erforderlich. Ansonsten müsse die Brücke in ein paar Jahren aufgrund von Baumängeln möglicherweise wieder saniert werden, so Pfeifer.

    Baustart der Bayreuther Hochbrücke frühestens in einem Jahr

    Und das ist der aktuelle Stand des Bauvorhabens: Die sogenannte Einwendungsfrist bei dem Planfeststellungsvefahren, also dem Bauantrag, ist gerade ausgelaufen. Nun müssen mögliche Klagen, die gegen die Planungen sprechen, überprüft werden. Sobald eine Baugenehmigung vorliegt und die Ausschreibung erfolgreich verlaufen ist, könne mit den Bauarbeiten begonnen werden, so Pfeifer. Er rechne mit einem Baustart frühestens im Herbst 2021.

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