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Bayreuther Festspiele enden mit positivem Fazit | BR24

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Über 62.000 Besucher sind in diesem Jahr zum Grünen Hügel gekommen. Die Bilanz: positiv, sagt Festspielsprecher Peter Emmerich. "Wir sind mit den Ergebnissen wirklich sehr zufrieden, es war rundum eine gelungene Festspielzeit".

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Bayreuther Festspiele enden mit positivem Fazit

Nach fünf Wochen enden heute Abend die Bayreuther Festspiele. Über 62.000 Besucher sind in diesem Jahr zum Grünen Hügel gekommen. Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz.

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Die Bilanz sei positiv, sagt Festspielsprecher Peter Emmerich. "Wir sind mit den Ergebnissen wirklich sehr zufrieden, es war rundum eine gelungene Festspielzeit." Im Mittelpunkt stand die Neuinszenierung des "Tannhäuser" von Regisseur Tobias Kratzer. Im Wesentlichen wurde diese von den Kritikern als lebendiges und durchdachtes Theater aufgenommen, das Publikum habe bei allen Aufführungen gejubelt, so Emmerich weiter.

"Die haben getrampelt, die waren hin und weg und begeistert – das war etwas, mit dem nicht jeder von vornherein gerechnet hat. Das Wagner-Publikum ist ein sehr eigenes. Aber erfreulicherweise hat sich das natürlich auch verändert und die Besucher wollen einfach nicht mehr das alte Stehtheater haben, was vor Jahren mal üblich gewesen ist, sondern wollen eine Inszenierung sehen, die sie packt, die all ihre Sinne fesselt – und das hat dieser Tannhäuser getan." Peter Emmerich, Sprecher der Bayreuther Festspiele

Auch Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) lobt in einer aktuellen Mitteilung das Leitungsteam um Katharina Wagner, dem es Saison für Saison gelänge, herausragende Musikerinnen und Musiker zu verpflichten und zudem auch noch Maßstäbe für eine moderne, kluge Bühnenästhetik zu setzen.

Anna Netrebko sagte wegen Erschöpfung ab

Zwischenfälle gab es in diesem Jahr wenige, allerdings hatte Opern-Star Anna Netrebko ihr Debüt in Bayreuth erschöpfungsbedingt kurzfristig abgesagt. Sie hätte bei zwei Lohengrin-Aufführungen die Partie der Elsa übernehmen sollen. Die Rolle übernahm Annette Dasch. Kurz vor Beginn der Festspiele hatte sich zudem Ekaterina Gubanova, die Darstellerin der Venus im "Tannhäuser" bei einer Bühnenprobe verletzt. Kurzfristig wurde die Rolle der Venus mit Elena Zhidkova besetzt, die 2001 bereits in Bayreuth auf der Bühne stand.

Beethoven im Festspielhaus

Die kommende Spielzeit werde das gesamte Team am Festspielhaus vor besondere Herausforderungen stellen, so Festspielsprecher Peter Emmerich. Denn: Seit 2013 wird erstmals wieder ein "Ring des Nibelungen" inszeniert. Für die vier Wagner-Werke konnte ein junges Team gewonnen werden. Der österreichische Regisseur Valentin Schwarz, 1989 geboren, wird Wagners Ring inszenieren. Dirigieren wird den Vierteiler der Finne Pietari Inkinen, Chefdirigent der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken, des Japan Philharmonic Orchestra und der Prager Symphoniker. Im kommenden Jahr – dem Beethoven Jahr – wird außerdem die 9.Sinfonie Beethovens im Festspielhaus aufgeführt.

Neuinszenierung des „Holländers“ 2021

Auch für 2021 gibt es bereits einen kleinen Ausblick: Nur ein Jahr nach der Ring-Neuproduktion wird es eine weitere Neuinszenierung geben: Den "Fliegenden Holländer". Dirigiert wird der dann von einer Frau, deren Namen Festspielleiterin Katharina Wagner aber bislang noch nicht verraten wollte.

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Die Festspiele seien «sehr gut» gewesen, bilanzierte Sprecher Peter Emmerich. In Bayreuth war es wohl noch nie so bunt wie dieses Jahr. Das haben die Festspiele vor allem Tobias Kratzer, dem Regisseur der «Tannhäuser»-Neuinszenierung, zu verdanken.