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Bildrechte: picture alliance/dpa/Daniel Karmann

Einen Monat bevor die Bayreuther Festspiele beginnen steht fest: 900 Karten dürfen in diesem Jahr pro Aufführung verkauft werden.

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Bayreuther Festspiele: 900 Gäste pro Vorführung zugelassen

Wenn am 25. Juli die Bayreuther Festspiele beginnen, dann wird das Festspielhaus wohl etwa zur Hälfe gefüllt sein. Viereinhalb Wochen vor der Premiere haben die Festspiele die Erlaubnis erhalten, 900 Tickets pro Aufführung zu verkaufen.

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Von
  • Kristina Kreutzer
  • BR24 Redaktion

Einen Monat bevor die Bayreuther Festspiele beginnen steht fest: 900 Karten dürfen in diesem Jahr pro Aufführung verkauft werden. Diese Zusage der Regierung habe man mit Freude und Erleichterung erhalten, so Pressesprecher Hubertus Herrmann. Damit finden die Aufführungen im Juli und August voraussichtlich vor halbvollem Haus statt. Etwas mehr als 1.900 Besucher finden üblicherweise im Zuschauerraum des Bayreuther Festspielhauses Platz.

Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) sagte im BR-Gespräch: "Ich bin sehr erleichtert und ich glaube, dass wir jetzt Festspiele anbieten können, von denen alle etwas haben." Alle, das sind vor allem die Bayreuther. Denn für die sonst vielen ausländische Gäste, dürfte die Entscheidung zu spät kommen. "Die können so kurzfristig nicht mehr reagieren – vom Flug bis zum Hotel", so der OB.

Elf Prozent der Karten sichert die Stadt für Prominenz

Auf elf Prozent der Premierenkarten habe die Stadt ein Vorkaufsrecht. Bis heute sei man noch davon ausgegangen, dass pro Vorführung nur 235 Karten werden dürften. Für die Stadt hätte das bedeutet, dass sie nur zwölf Gäste samt Begleitung hätte einladen können. Mit dem jetzigen Kontingent lasse sich "vernünftiger" verfahren, so der OB. Bundeskanzlerin Angela Merkel werde auf jeden Fall wieder eingeladen, ob sie die Einladung in Pandemiezeiten annehme, sei aber noch offen.

Tickets für die Bayreuther Festspiele nur online

Der Ticketverkauf ist in diesem Jahr nur online möglich. Er startet am 4. Juli um 14.00 Uhr über die Internetseite der Bayreuther Festspiele. Premiere ist traditionell am 25. Juli, dieses Jahr mit einer Neuinszenierung des "Fliegenden Holländers". Mit Oksana Lyniv übernimmt dann erstmals eine Frau die Leitung bei einer Festspielpremiere in Bayreuth.

Roter Teppich am Festspielhaus fällt aus

Einen roten Teppich zur Auffahrt und das damit verbundene Schaulaufen der Prominenz wird es aber nicht geben. Auch einen Staatsempfang im Anschluss an die Premiere wird es nicht geben, denkbar sei aber eine Art "Meet and Greet", so Ebersberger. Dazu gelte ein strenges Hygienekonzept im Festspielhaus. Die Zuschauer müssten doppelt geimpft, genesen oder negativ getestet sein und während der Vorstellungen eine Maske tragen. Das Publikum sitze zudem in einer Art Schachbrettmuster im Saal, sagt Ebersberger.

"Tristan und Isolde" als Kinderoper im Reichshof

Auch eine Kinderoper wird es in diesem Jahr geben. Premiere ist ebenfalls am 25. Juli auf der Bühne des früheren Kinos "Reichshof" in der Bayreuther Innenstadt. Gezeigt werden neun kindgerechte Vorstellungen der Wagner-Oper "Tristan und Isolde".

Geringer Zuschuss durch die Stadt Bayreuth nötig

Im vergangenen Jahr waren die Bayreuther Festspiele wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Wegen der Pandemie hatte der Bund bereits zugesagt, die Festspiele in diesem Jahr mit rund einer Million Euro mehr zu unterstützen als üblich. Auch die Stadt Bayreuth hatte mehr Geld als üblich bereit gestellt. Die ursprünglich angedachten 2,9 Millionen Euro wird die Stadt nun aber nicht zuschießen müssen. "Wie viel es am Ende ist, das werden wir aber erst noch sehen", so Ebersberger. Die Stadt bezuschusse die Festspiele jährlich mit 1,5 Millionen Euro.

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