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Bayreuther Berufsschule wird doppelt so teuer wie geplant | BR24

© BR/Anja Bischof

Der Neubau der Gewerblichen Berufsschule in Bayreuth wird 86 Millionen Euro kosten. Das ist mehr als das Doppelte der gelanten Summe.

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    Bayreuther Berufsschule wird doppelt so teuer wie geplant

    Der Neubau der Gewerblichen Berufsschule in Bayreuth wird nach Schätzung der zuständigen Referentin 86 Millionen Euro kosten. Das ist mehr als das Doppelte der ursprünglich genannten Summe in Höhe von 40 Millionen.

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    Schon wieder eine Kostenexplosion bei einem Bayreuther Bauprojekt. Der schrittweise Neubau der Gewerblichen Berufsschule wird nach Schätzung der städtische Baureferentin Urte Kelm einen Nettobetrag von 86 Millionen Euro kosten. Das ist mehr als das Doppelte der ursprünglich genannten Summe in Höhe von 40 Millionen. Der Bauausschuss des Stadtrats soll dieser Kostenschätzung am Dienstag (21.01.20) zustimmen.

    Neubau umweltfreundlich und nachhaltig geplant

    Der Neubau der Gewerblichen Berufsschule in einzelnen Abschnitten wurde im Jahr 2017 vom Stadtrat genehmigt. Hintergrund ist das Alter des Gebäudes, das aus den 1950er-Jahren stammt. Ein moderner und umweltfreundlicher Schulbetrieb, der auch den Herausforderungen der Digitalisierung gewachsen ist, sei hier nicht länger möglich, sagte Schulleiter Manfred Müller dem BR.

    Lehrkräfte an Planungen mitbeteiligt

    Nach dem schrittweisen Umbau wird die Gewerbliche Berufsschule aus drei Gebäudeteilen bestehen, die miteinander verbunden sind. Die Lehrer waren in die Planungen miteinbezogen worden. Laut Schulleiter Müller wird die neue Schule nicht nur Lern-, sondern auch Lebensort sein. "Wir setzen mit diesem Bau neue pädagogische Maßstäbe", so Müller wörtlich.

    Mehr Klassenzimmer und Arbeitsräume nötig

    Die städtische Baureferentin Urte Kelm begründet den Kostensprung auf 86 Millionen Euro in einer Presseerklärung damit, dass im Jahr 2017 keine zuverlässige Kostenschätzung möglich gewesen war. Die damals angegebenen 40 Millionen Euro seien ein fiktiver Neubauwert gewesen, dem keine Planung zugrunde gelegen hatte. Beispielsweise waren die Planer im Jahr 2017 von einer um ein Drittel kleineren Nutzfläche ausgegangen. Heute sei klar, dass der Schule künftig rund 14.000 Quadratmeter für Lern- und Arbeitsräume zur Verfügung stehen werden.

    Lehrer und Schüler arbeiten trotz Umbau weiter

    Zur Höhe eines Fördersatzes kann Kelm noch keine Aussagen machen. Das sei erst im Herbst dieses Jahres möglich, so die Baureferentin. Schulleiter Müller hofft, dass der Bauausschuss dem Kostenrahmen zustimmt, damit im kommenden Jahr die Bagger anrollen können. Die 2.000 Schüler und 90 Lehrer werden dann trotz der Bauarbeiten in der Berufsschule weiterlernen. Müller vergleicht diesen Zustand mit einer Operation am offenen Herzen, ist sich aber sicher: "Wir kriegen das hin."

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    Sendung

    Regionalnachrichten Franken

    Von
    • Anja Bischof
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