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Bayreuth: Toilettenhäuschen am Festspielhaus wird teurer | BR24

© BR/Andreas Hübner

Vor dem Bayreuther Festspielhaus steht bereits der Rohbau des neuen Toilettenhäuschens.

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    Bayreuth: Toilettenhäuschen am Festspielhaus wird teurer

    Ein Mehrzweckgebäude soll das alte Toilettenhäuschen am Bayreuther Festspielhaus ersetzen. Abgerissen ist das alte Haus bereits, jetzt wird der Bau des neuen deutlich teurer.

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    Der Bauausschuss der Stadt diskutiert am Dienstagnachmittag (14.01.20) über den Neubau eines Mehrzweckgebäudes am Bayreuther Festspielhaus.

    Feuchtigkeit und Salpeter haben alten Bau beschädigt

    Das alte Häuschen, in dem neben Toiletten auch ein kleiner Buchladen samt Postamt untergebracht war, war nach den Festspielen im vergangenen Jahr abgerissen worden. Feuchtigkeit und Salpeter hatten die Substanz des damals 88 Jahre alten Gebäudes schwer beschädigt.

    Architekturbüro soll zu niedrig kalkuliert haben

    Der Rohbau des neuen Gebäudes steht bereits, der Weiterbau kommt die Stadt jetzt aber teurer zu stehen als geplant. Wie das Baureferat mitteilt, wurden die ursprünglichen Kosten von einem Architekturbüro zu niedrig angesetzt. Statt der ursprünglich geplanten 540.000 Euro werden für das 110 Quadratmeter große Gebäude jetzt wohl 670.000 und damit 130.000 Euro mehr fällig.

    © Kristina Kreutzer

    Die Bayreuther Festspiele 2019 hat das urige Toilettenhäuschen neben dem Festspielhaus noch erlebt, danach wurde es, nach 88 Jahren, abgerissen.

    Kosten im Stadtrat hitzig diskutiert

    Dabei war bereits die ursprüngliche Kostenrechnung im Stadtrat als zu hoch angesehen und hitzig diskutiert worden. Anders als der alte Bau soll das neue Gebäude aber zusätzlich eine Möglichkeit zur Gepäckaufbewahrung und eine Heizung bekommen. Und anders als bisher sollen die Toiletten das ganze Jahr über genutzt werden können.

    "Im Rahmen der Kostenverfolgung wären Einsparungsvorschläge in diesem Umfang mit tiefgreifenden Umplanungen verbunden, welche im vorliegenden Fall durch den Termindruck, um das Gebäude rechtzeitig vor den Festspielen 2020 fertigstellen zu können sowie durch die bereits erfolgten Beauftragungen der Rohbau-, Zimmerer-, Dachdecker- und Verblendmauerwerksarbeiten keine Option darstellen." Aus der Sitzungsvorlage für den Bayreuther Bauausschuss

    Baureferentin wirbt um Zustimmung

    Weil der Bau noch vor Beginn der Festspiele im Juli 2020 fertiggestellt werden soll, rät Bayreuths Baureferentin Urte Kelm den Stadträten, der Kostensteigerung zuzustimmen und das Gebäude nicht noch einmal umzuplanen. Ab 16 Uhr will der Bauausschuss darüber diskutieren.