Aktivisten sitzen auf der Fahrbahn und blockieren den Autoverkehr auf dem Wittelsbacherring in Bayreuth.
Bildrechte: BR/Anja Bischof

Aktivisten der "Letzten Generation" blockieren den Wittelsbacherring in Bayreuth.

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Letzte Generation: Nach der Verurteilung ist vor der Blockade

In Bayreuth haben sich Vertreter der "Letzten Generation" erneut auf die Straße geklebt. Erst vor wenigen Tagen waren vier Klimaaktivisten wegen derlei Straßenblockaden vom Amtsgericht verurteilt worden.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Am Montagnachtmittag haben mehrere Aktivisten der "Letzten Generation" den Verkehr auf dem Wittelsbacherring in Bayreuth blockiert. Einige von ihnen klebten eine Hand auf den Asphalt. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten an, um die jungen Leute von der Fahrbahn abzulösen und sie anschließend von der Straße zu tragen. Während sich zahlreiche Autofahrer und Fußgänger über die Aktion beschwerten, betonten die Aktivisten, es gehe ihnen darum, auf die Klimakrise aufmerksam zu machen.

"Letzte Generation" fordert einen Gesellschaftsrat

Von der Bundesregierung fordern sie die Einrichtung eines Gesellschaftsrats. Die Bundesregierung halte Klimaschutzziele nicht ein und breche selbst das Grundgesetz, sagte der Bayreuther Student Luca Thomas zur Begründung des Protestes: "Wir müssen als Gesellschaft wieder zusammenkommen und die Probleme gemeinsam angehen. Dafür ist der Gesellschaftsrat ein sinnvolles und politisch etabliertes Mittel", so Thomas.

Die "Letzte Generation" fordert seit mehreren Monaten die Einrichtung eines Gesellschaftsrates, in welchem eine zufällig geloste, repräsentative Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern notwendige Klimaschutzmaßnahmen beschließen soll. Diese könnten dann, so die "Letzte Generation", in den Bundestag eingebracht und dort beschlossen werden. Neben Forderungen wie ein Tempolimit auf Autobahnen und einer Neuauflage des 9-Euro-Tickets war auch die Gründung eines Gesellschaftsrats zuletzt Thema bei einem Treffen von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Klimaaktivisten der "Letzten Generation".

Bayreuth: Klimaaktivisten wurden verurteilt

In Bayreuth haben Klimaaktivisten in diesen Tagen vermehrt für Schlagzeilen gesorgt. Erst am vergangenen Freitag hatten sich vier Mitglieder der "Letzten Generation" wegen der Teilnahme an Straßenblockaden im Februar 2022 vor Gericht verantworten müssen. Unter anderem wurde eine Aktivistin zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen verurteilt. Nach dem Festkleben in Bayreuth, drohen den Beteiligten erneut Anzeigen wegen Nötigung.

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