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Bayreuth: Erneut Hund in überhitztem Auto eingesperrt | BR24

© pa/dpa/Axel Heimken

Die Polizei hat in Bayreuth erneut einen Hund aus einem überhitzten Auto gerettet (Symbolbild).

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    Bayreuth: Erneut Hund in überhitztem Auto eingesperrt

    Erneut hat die Polizei in Bayreuth einen Hund aus einem überhitzten Auto gerettet. Die Besitzerin wurde wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt. Erst kürzlich starb in Bayreuth ein Hund in einem Auto, das in der prallen Sonne parkte.

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    Von
    • Markus Feulner

    Die Fensterscheiben des Autos waren zwar einen Spalt breit geöffnet. Trotzdem heizte sich die Luft im Wagen auf über 30 Grad Celsius auf. Ein Mischlingshund, der in einer Transportbox eingesperrt war, bekam zu wenig Frischluft. Das bemerkte ein Passantin und alarmierte die Bayreuther Polizei. Das Auto parkte vor dem Klinikum.

    Rettung aus überhitztem Auto in letzter Sekunde

    Die Beamten retteten den kleinen Schnauzer vor dem Hitzekollaps. Der Hund sei bereits völlig apathisch gewesen, teilte die Polizei am Sonntag (10.08.20) mit. Über das Kennzeichen des Autos konnte die Hundebesitzerin ausfindig gemacht werden. Laut Polizeibericht zeigte sich die 53-Jährige uneinsichtig. Ihren Angabe zufolge hatte sie den Hund nur kurze Zeit im Auto zurückgelassen. Die Frau wurde wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt.

    Aufmerksamer Passant verständigte die Polizei

    Es war bereits das zweite Mal, dass die Polizei einen Hund vor dem Hitzetod aus einem aufgeheiztem Auto in Bayreuth retten musste. Ein zweiter Hund verendete jedoch aufgrund der hohen Temperaturen. Am Samstag (01.08.20) hatte eine 30 Jahre alte Autofahrerin zwei Hunde ohne Wasser und Frischluftzufuhr in ihrem Fahrzeug zurück gelassen. Das Auto heizte sich auf, während die Hundebesitzern mehrere Stunden beim Einkaufen war. Die Polizei, die von einem Passanten alarmiert worden war, konnte einen der beiden Hunde retten. Die Beamten versorgten den Hund umgehend mit Wasser.

    Tierschützer stellten Anzeige gegen Hundebesitzerin

    Gegen die Hundehalterin, deren Tier in dem überhitzten Auto gestorben war, wurde Strafanzeige erstattet. Wie die Tierschutzorganisation Peta mitteilt, hatte sie die Frau bei der Staatsanwaltschaft Bayreuth angezeigt. Zudem soll der 30-Jährigen verboten werden, weiterhin Tiere zu halten.

    Im Notfall Fensterscheibe einschlagen

    Laut der Tierschutzorganisation Peta werden Hunde in überhitzten Autos panisch. Da sie nur wenige Schweißdrüsen haben, ereiden sie schnell irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand. Die Tierschutzorganisation bittet Passanten, im Falle eingesperrter Hunde schnellstmöglich die Polizei zu rufen. Befinde sich das Tier bereits in Todesgefahr, sollten Zeugen die Scheibe des Autos einschlagen.

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