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Auch ein Jahr nach dem Fund der Leiche eines in Bayreuth getöteten 24-Jährigen ist noch kein Täter gefasst.

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Ein Jahr nach ungeklärtem Mord in Bayreuth: Anwohner haben Angst

Vor einem Jahr ist in Bayreuth ein junger Mann brutal ermordet worden. Vom Täter fehlt nach wie vor jede Spur. Daran haben auch Berichte in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" und eine aufsehenerregende Plakat-Aktion der Polizei nichts geändert.

Von
Kristina KreutzerKristina KreutzerBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Es war die Nacht vom 18. auf den 19. August 2020, als der 24 Jahre alte Daniel W. brutal auf einem Radweg in Bayreuth erstochen wurde. Auch ein Jahr nach der Tat ist der Täter noch nicht gefasst. Umfangreiche Ermittlungen der 30-köpfigen "Soko Radweg" laufen nach wie vor, heißt es seitens der oberfränkischen Polizei. Doch es gibt noch immer viele offene Fragen in dem Fall. Auch fehlt das Mordmotiv. Die Ermittler gehen davon aus, dass Daniel W. ein Zufallsopfer war.

Mord in Bayreuth: Anwohner meiden Radweg

Der leblose Körper des 24 Jahre alten Computer-Fachmanns war auf einem Radweg nahe der Universität Bayreuth von Passanten gefunden worden. Daniel W. war auf dem Heimweg in den Bayreuther Stadtteil Oberkonnersreuth. Ein Holzkreuz am Wegesrand erinnert heute noch an die Tat.

Seit dem Vorfall haben viele ein mulmiges Gefühl, den vor allem bei Anwohnern und Hundebesitzern beliebten Radweg bei Einbruch der Dunkelheit zu nutzen. "Viele trauen sich nicht mehr vorbei", sagt eine Anwohnerin im BR-Gespräch. In der Nacht ist der Radweg nicht beleuchtet.

Gegenüber dem BR erklären Anwohner im Frühjahr 2020, dass sie den Radweg meiden, auf dem der 24-Jährige brutal ermordet wurde.

Bildrechte: News5

Polizei erhofft sich Hinweise durch Plakat-Aktion

Profiler der Operativen Fallanalyse Bayern (OFB) haben schon vor Monaten ein mögliches Profil des unbekannten Täters erstellt. Demnach könnte es sich um einen Mann mit Ortskenntnissen handeln, der entweder psychisch krank oder von Mordlust getrieben ist.

Am Tatort wurde auch ein Hammerkopf gefunden. Ob dieser mit der Tat in Zusammenhang steht, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Auch von dem abgebrochenen Holzstiel des Hammers fehle bisher jede Spur, so die Polizei.

Bundesweit für Aufsehen gesorgt hat eine Plakat-Aktion der Polizei. Auf einem großen Banner in unmittelbarer Nähe des Tatortes ist ein Bild des Opfers zu sehen. "Wer hat mich hier ermordet?", steht auf dem Plakat, das neben einer Straße platziert ist, die in Richtung Autobahn A9 führt. Man habe sich in enger Absprache mit der Familie des 24-Jährigen zu dieser Maßnahme entschieden, so Polizeipressesprecher Alexander Czech. Das Plakat solle konkret auch Personen im sozialen Umfeld des mutmaßlichen Täters emotional berühren und ansprechen, lautet die Begründung der Polizei für diesen ungewöhnlichen Weg.

Radweg-Mord Thema bei "Aktenzeichen XY"

Zweimal wurde der Mordfall bereits in der bekannten ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY…ungelöst" thematisiert. Nach der ersten Ausstrahlung gingen über 60 neue Hinweise ein, der Entscheidende war aber nicht dabei. Bei der zweiten Sendung vor wenigen Wochen gab es kaum noch Anrufe, so die Ermittler.

Nach wie vor bittet die Polizei um Hinweise, die zur Aufklärung führen. Es ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgelobt.

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