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BayernTrend Mai 2020: Viel Zuspruch für Söder und CSU | BR24

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Die Analyse der Zahlen des BayernTrends. Wie werden die Lockerungen aufgenommen? Wie schneidet Söder ab im bundesweiten Vergleich der Länderchefs ab?

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BayernTrend Mai 2020: Viel Zuspruch für Söder und CSU

In der Corona-Krise stellen die Bayern der Staatsregierung und Ministerpräsident Söder weiter ein Spitzenzeugnis aus. Davon profitiert laut BR-BayernTrend auch die CSU, die derzeit die absolute Mehrheit bekäme. Die AfD liegt nur noch bei 5 Prozent.

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Das Rekordniveau von Anfang April erreicht Markus Söder nicht mehr ganz, trotzdem genießt der bayerische Ministerpräsident in der Corona-Krise noch immer außergewöhnlich hohe Zustimmung in der Bevölkerung: Neun von zehn Wahlberechtigten im Freistaat (90 Prozent) sind mit seiner Arbeit zufrieden, wie der neue BR-BayernTrend ergab. Das ist ein Rückgang um vier Prozentpunkte im Vergleich zu Anfang April, als Söder auf dem Höhepunkt der Corona-Beschränkungen den höchsten Wert erzielte, den je ein Bundes- oder Landespolitiker in einem ARD-DeutschlandTrend oder Erhebungen in den Bundesländern verzeichnete.

Die Arbeit von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) lobt fast jeder Zweite (49 Prozent) - ein Minus von 8 Punkten. Unzufrieden mit Aiwanger ist knapp ein Drittel der Bayern (32 Prozent) - ihr Anteil ist um 12 Punkte gestiegen. Knapp jeder Fünfte kennt den Minister nicht oder kann ihn nicht beurteilen.

87 Prozent zufrieden mit Corona-Krisenmanagement

Das Corona-Krisenmanagements der Staatsregierung finden weiterhin die meisten Bayern gut: Insgesamt 87 Prozent sind damit zufrieden (- 2 Punkte) - mehr als jeder Dritte (36 Prozent) zeigt sich sogar "sehr zufrieden". Nur 13 Prozent sehen das Vorgehen Bayerns in der Corona-Krise kritisch (+ 2 Punkte). Neben CSU-Wählern (96 Prozent) stehen auch SPD-Anhänger (95 Prozent) nahezu geschlossen hinter dem Vorgehen der schwarz-orangen Regierung. Selbst AfD-Wähler sind mehrheitlich (54 Prozent) mit dem Krisenmanagement zufrieden.

Der im Bundesvergleich vorsichtige Kurs Bayerns bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen stößt bei zwei Dritteln der Bayern auf Zustimmung: 67 Prozent halten die Lockerungen für gerade richtig, 18 Prozent für zu weitgehend. Knapp einem Achtel (13 Prozent) gehen sie nicht weit genug.

Sonntagsfrage: CSU bei 48 Prozent

Von der hohen Zufriedenheit mit Söder und der Staatsregierung profitiert laut BR-BayernTrend nach wie vor die CSU bei der Sonntagsfrage: Die Christsozialen kämen derzeit auf 48 Prozent (- 1 Punkt) und würden damit die absolute Mehrheit erreichen. Der bayerische Koalitionspartner, die Freien Wähler, liegen unverändert bei 8 Prozent.

Zulegen konnten gegenüber April nur die Grünen, bei denen 19 Prozent der Bayern ihre Kreuzchen machen würden (+ 2 Punkte). Die SPD wäre mit 9 Prozent wieder einstellig (- 1 Punkt). Die AfD müsste mit fünf Prozent (-1 Punkt) um den Einzug in den Landtag bangen. Damit käme die Partei nur noch auf die Hälfte ihres Landtagswal-Ergebnisses. FDP und Linke würden mit jeweils 3 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Corona-Sorgen gehen zurück

Knapp zwei Drittel der Menschen im Freistaat (64 Prozent) machen sich angesichts der Corona-Krise große oder sehr große wirtschaftliche Sorgen. Anfang April waren es noch 71 Prozent. Der Anteil der Bayern, die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat, sank deutlich um 13 Punkte auf 29 Prozent. An die These, Politik und Medien hätten die Gefährlichkeit von Corona bewusst übertrieben, glauben 18 Prozent der Menschen im Freistaat - mehr als drei Viertel (77 Prozent) widersprechen. Einen Sommerurlaub außerhalb Deutschlands plant gegenwärtig nur eine Minderheit der Bayern. Mehr dazu finden Sie hier.

© BR, Infratest dimap

BR-BayernTrend im Mai 2020: Zufriedenheit mit Söder

Der BR-BayernTrend

Dem BR-BayernTrend liegt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap bei 1.000 Wahlberechtigten in Bayern zugrunde. Befragungszeitraum: 20. bis 25. Mai.

Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt laut Infratest dimap einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlausgang abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den späteren Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Zum einen legen sich immer mehr Wähler kurzfristig vor einer Wahl fest, zum anderen hat die Bedeutung der letzten Wahlkampfphase mit der gezielten Ansprache von unentschlossenen und taktischen Wählern durch die Parteien zugenommen.

Alle weiteren BayernTrend-Ergebnisse in Kürze hier auf BR24 sowie heute Abend ab 21.00 Uhr im BR Fernsehen in "Kontrovers".

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