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BR-BayernTrend: Schlechte Noten für Schulminister Piazolo | BR24

© Peter Kneffel/dpa

Kultusminister Piazolo

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    BR-BayernTrend: Schlechte Noten für Schulminister Piazolo

    Drei von vier Bayern sind unzufrieden mit dem Krisenmanagement des bayerischen Kultusministeriums während der Corona-Pandemie. Auch Kultusminister Piazolo kommt im neuen BR-BayernTrend nicht gut weg.

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    Von
    • Petr Jerabek

    Die Wahlberechtigten im Freistaat stellen dem bayerischen Kultusministerium ein schlechtes Zeugnis aus: Laut dem neuen BR-BayernTrend für das BR-Politikmagazin "Kontrovers" sind 74 Prozent mit dem Corona-Krisenmanagement des Ministeriums weniger oder gar nicht zufrieden. Zuspruch kommt nur von jedem fünften Befragten (20 Prozent).

    Auch Anhänger der Freien Wähler unzufrieden

    Dabei überwiegt die Unzufriedenheit über Parteipräferenzen hinweg: Am höchsten ist sie unter Anhängern der AfD (90 Prozent) und der Grünen (87 Prozent). Doch selbst Sympathisanten der Freien Wähler, also der Partei von Kultusminister Michael Piazolo, zeigen sich zu 83 Prozent kritisch. Von den SPD-Wählern äußern 80 Prozent Unmut, von den CSU-Anhängern 62 Prozent.

    Unter den Frauen und Männern mit Schulkindern im Haushalt ist der Anteil der Zufriedenen mit 25 Prozent etwas über dem Wert der Gesamtbevölkerung. Doch auch hier kritisieren nahezu drei Viertel (73 Prozent) die Arbeit des bayerischen Kultusministeriums.

    Viele sehen Arbeit von Minister Piazolo kritisch

    Auch Kultusminister Piazolo, der vor Weihnachten insbesondere wegen der wiederholten Ausfälle der bayerischen Lernplattform Mebis in der Kritik stand, kommt im neuen BR-BayernTrend nicht besonders gut weg. Die Zufriedenheit der Wahlberechtigten mit seiner politischen Arbeit ging im Vergleich zum Juli um zwar nur leicht um einen Punkt auf 24 Prozent zurück. Zugleich stieg der Anteil der Kritiker aber von 26 auf 48 Prozent. Das bedeutet, dass jetzt deutlich mehr Menschen im Freistaat den Minister kennen oder eine Meinung zu ihm haben als im Juli - gestiegen ist dadurch aber die Zahl derjenigen, die mit seiner Arbeit unzufrieden sind.

    Der Start in den Distanzunterricht nach den Weihnachtsferien konnte sich auf diese repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap dabei nur wenig auswirken - die Befragung dauerte vom 7. bis 11. Januar. Und eben am 11. Januar begann die Schule erst wieder mit - abgesehen von der Notbetreuung - flächendeckendem Distanzunterricht in ganz Bayern.

    Dem BR-BayernTrend liegt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap bei 1.000 Wahlberechtigten in Bayern zugrunde.

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