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BayernTrend: Die EU - für viele zu kompliziert | BR24

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Menschen hinter transparenter EU-Flagge

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    BayernTrend: Die EU - für viele zu kompliziert

    Die Hälfte der bayerischen Wahlberechtigten tut sich schwer mit der Funktionsweise der EU. 47 Prozent blicken nach eigenen Angaben nicht durch, wie der BayernTrend zur Europawahl ergab. Viele meinen aber, dass die Gemeinschaft Vorteile bringt.

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    Der Wunsch der Bayern nach einer vertieften Zusammenarbeit in der EU ist stark. Eine große Mehrheit im Freistaat findet, dass das Projekt der Europäischen Union den Mitgliedsstaaten wirtschaftliche wie sicherheitspolitische Vorteile liefert. Acht von zehn Bayern (81 Prozent) vertreten die Ansicht, die EU-Mitgliedschaft Deutschlands sorge dafür, dass es uns wirtschaftlich gut geht.

    76 Prozent: Durch die EU leben wir sicherer

    Drei von vier Bayern (76 Prozent) sagen, durch die EU leben wir in Europa sicherer. Vor diesem Hintergrund plädiert das Gros der Bayern (88 Prozent) dafür, die EU solle in ihrer weiteren Arbeit das Einende der Gemeinschaft stärker betonen als das Trennende. Zugleich fordern acht von zehn (79 Prozent) die EU auf, künftig außenpolitisch stärker in Erscheinung zu treten als bislang.

    Schwer durchschaubare EU

    Eine Herausforderung für die Europäische Union bleiben ihre komplexen institutionellen Strukturen und politischen Spielregeln: Nicht nur jeder zweite Bundesbürger (49 Prozent), auch etwa die Hälfte der Bayern (47 Prozent) gibt an, die Funktionsweise der Europäischen Union nicht wirklich zu durchschauen. Selbst von denjenigen im Freistaat, die ein großes Interesse an der Europawahl bekunden, bekennen vier von zehn (42 Prozent) entsprechende europapolitische Wissensdefizite.

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    BayernTrend: Ansichten zur EU in Bayern

    Sechs von zehn für Vertiefung der EU

    Vielen Beobachtern gilt die bevorstehende Europawahl als Richtungswahl über die künftige Entwicklung der Europäischen Union. Die Bayern sind mit 57 Prozent mehrheitlich für eine weitere Vertiefung der europäischen Zusammenarbeit in den kommenden Jahren. 52 Prozent sind es bundesweit. 15 Prozent im Freistaat möchten allerdings über den aktuell erreichten Integrationsstand der EU nicht hinausgehen. Und 23 Prozent plädieren dafür, das bestehende Kooperationsgeflecht innerhalb des Staatenbündnisses zu lockern und nationale Zuständigkeiten zu stärken.

    Angeführt von den Anhängern der Grünen (81 Prozent) und der SPD (73 Prozent) überwiegt in fast allen Wählerschaften die Forderung nach einer engeren Kooperation der EU-Mitgliedsländer in den kommenden Jahren. Die Anhänger der AfD (84 Prozent) wünschen sich dagegen mehrheitlich eine Stärkung nationaler Zuständigkeiten innerhalb der EU.

    Größeres Interesse an der Europawahl 2019

    Der Europawahl blicken zwei Drittel (66 Prozent) der bayerischen Wahlberechtigten mit Interesse entgegen. Sie geben an, sehr stark bzw. stark an der Europawahl interessiert zu sein. Drei von zehn (33 Prozent) signalisieren, weniger oder gar nicht interessiert zu sein. Das Europawahlinteresse der Bayern fällt höher aus als vor dem letzten Wahlgang vor fünf Jahren (40 Prozent) und liegt zugleich deutlich über dem aktuellen Bundesschnitt (53 Prozent). Allerdings bleibt das Europawahlinteresse im Freistaat hinter dem der Landtagswahl vom vergangenen Herbst (74 Prozent) erkennbar zurück.

    Wie in früheren Wahljahren ist das Interesse an der Wahl bei den älteren (76 Prozent) und formal besser gebildeten Bürgerinnen und Bürger (76 Prozent) am größten. Die Jungen (53 Prozent) interessieren sich auch im Freistaat weniger für den bevorstehenden Wahlgang, ebenso Wahlberechtigte mit einfacher Schulbildung (56 Prozent).